Schwabe, Ad., Vize-Konsul.
Graf von Schweinitz, Hermann.
Supf, Friedr., Fabrikbesitzer.
Vohsen, E., Konsul a. D.
von Wiffmann, Herrn., Dr., Major, Kaiserl. Gouver-neur z. D.
Die Deutsche Kolonialgesellschaft hat in Deutsch-land und im Ausland über 19000 Mitglieder (Jahres-beitrag für in Deutschland oder Oesterreich-Ungarnwohnende Mitgliedermindestens 6 Mk.,für andere ordent-liche Mitglieder min-destens 8 Mk.), welchezum grössten Teil inAbteilungen undGauverbände zusam-mengefasst sind, diein beständigerWechselbeziehungmit der Centrallei-tung stehen und daskoloniale Interesseselbst in kleinerenStädten zu erweckensich mit grossem Eiferbemühen.
Zur Durchführungihrer Aufgaben hatdie Gesellschaft einCentralbureau er-richtet (Berlin, Pots-damer Strasse 22a),welches unter derLeitung des General-sekretärs Herrn vonBornhaupt steht.
Zu erwähnen istnoch,dass jedes MitgliedRecht auf die unent-geltliche Lieferungder Publikationen derGesellschaft besitzt,vor allem der »Deutschen Kolonialzeitung«, die unterder Redaktion von G. Meinecke wöchentlich in einerAuflage von 21000 Exemplaren erscheint, und dieBibliothek benutzen kann. Das Kolonialheim, welchesvon der Abteilung Berlin eingerichtet worden ist (Pots-damer Strasse 22a), wird immer mehr zu einem Mittel-punkt des geselligen Verkehrs der Kolonialfreunde.
Um einen kurzen Ueberblick über die wirklichumfassenden Arbeiten der Gesellschaft zu geben, seinur darauf hingewiesen, dass im Jahre 1895 von demAusschuss und Vorstand folgende wichtigeren Sachenbehandelt und je nach Bedarf unterstützt wurden:
1. die deutsche Togo-Expedition; 2. die Samoafrage;3. die deutschen Interessen im Somalilande; 4. diedeutschen Interessen in Transvaal; 5. die Unterstützungder deutschen Kolonisation in Paraguay; 6. die deutscheAuswanderung und die Auskunfterteilung an Aus-wanderer; 7. die Kolonial-Ausstellung zu Berlin imSommer 1896; 8. die tropenhygienischen Arbeiten;
9. die Errichtung deutscher Flottenstationen; 10. dieStellungnahme zu den kolonialpolitischen Ereignissen des
Jahres 1895: a) zumEtat der Schutzge-biete, b) zur Kon-zessionierung einerenglischen Tele-graphenlinie westlichvom Tanganyikaseitens des Kongo-staates und zum fran-zösischen Vorkaufs-recht auf den Kongo-staat, c) zum FallStokes; 11. die Ein-führung des südafri-kanischen Ochsen-wagens in Deutsch-Ostafrika; 12. dieZähmung des afrika-nischen Elefanten;13. Unterstützung ko-lonialer Ausstellun-gen; 14. die Kilima-ndscharostation;15. die Errichtungvon Lehrbibliothe-ken in den Schutz-gebieten; 16. die Er-richtung eines Kolo-nialheims; 17. dieHerausgabe eineskleinen deutschenKolonialatlas; 18. dieSchule in Tanga;19. die Dampfer-Ex-peditionen nach Deutsch-Südwestafrika; 20. die Siedlungin Südwestafrika.
Es lag in der Natur der Sache, dass die Be-teiligung der Deutschen Kolonialgesellschaft auf derAusstellung nur eine beschränkte sein konnte. Alseigentliche Ausstellerin ist die Gesellschaft auch nichtaufgetreten, aber sie ist bemüht gewesen, die Ver-anstaltungen anderer Aussteller auf deren Wunsch ausden Beständen ihrer Sammlungen an tropischen Pro-dukten, Photographien und Waffen zu vervollständigen.Die Lesehalle in der Kolonialhalle sollte den Kolonial-freunden die Möglichkeit bieten, sich in einer daselbst
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Die Lesehalle der Deutschen Kolonialgesellschaft.
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