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1 (1854) Biographische Notiz. Ritter Harold's Pilgerfahrt. Der Corsar. Lara
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habe. Der Papst gcricth darüber nicht wenig in Unruhe; er vermuthcte in-dcß, der Herzog sei nun einer Dirne verleitet wurden, die Nacht bei ihr zuzu-bringcn und halte cs für schicklich, seine glückkehr bis auf den nächsten Abendzu verschieben, um ihr Haus nicht bei Hellem Tage verlassen zu müssen. Alsindes der Abend kam und der Papst sich in seiner Erwartung getäuscht sah, ergriffihn die ernsteste Besorgnis und er begann nun Nachforschungen bei mehrerenPersonen anzustcllen, die in dieser Hinsicht Ncdc stehen mußte». Unter diesenbefand sich ein gewisser Giorgio Schiavoni, welcher, nachdem er einiges Bau-holz aus einer Barke im Flusse ausgcladcn hatte, als Wache am Bord derselbenzurückgeblieben war. Auf die Frage, ob er vergangene Nacht bemerkt hätte, daßJemand in den Fluß geworfen worden sei, erwiderte er: er habe allerdings zweiMänner zu Fuße die Straße hcrabkommcn sehen, die sorgfältig darauf geachtethätten, ob Jemand vorübcrgingc. Als sic Niemand wahrnahmcn, entfernten sicsich wieder; gleich darauf erschienen zwei Andere, und sahen sich, wie die Ersten,um; da sic aber keinen Menschen bemerkte», so gaben sic ihren Gefährten einZeichen und nun kam ein Mann auf einem Schimmel herbei, mit einem Leich-nam hinter sich, dessen Kopf und Arme von der einen Seite und dessen Füßevon der andern Seite des Pferdes herabhingcn; die beiden Fußgänger stütztenden Leichnam, »m sei» Hcrabfallen zu verhindern. Sic gingen nun zu derStelle, wo gewöhnlich der Unrath aus der Stadt in den Fluß geworfen wird;dort wendeten sie das Pferd, so daß sei» Schweif dem Wasser zugekehrt war;die Fußgänger ergriffen den Leichnam bei den Armen und Beinen und schleu-derten ihn mit aller Kraft in den Strom. Der Reiter fragte hierauf, ob sieihn hincingcworfen hätten, und sic antworteten: 8ixnor, si! Er warf daraufeinen Blick auf das Wasser und als er einen Mantel auf demselben schwimmeniah, fragte er, was das Schwarze sei; sic erwiderten, cs sei ein Mantel, undEiner von ihnen warf Steine darauf, bis cs »ntersank.

Des Papstes Leute fragten den Giorgio, warum er dies nicht dem Stadt-gvuverncur angczcigt hätte, worauf dieser cntgcgnctc, er habe wol schon hun-dert Leichen an der nämlichen Stelle ins Wasser werfen sehen, ohne daß Nach-frage deswegen geschehen sei; deshalb habe er cs für etwas Unbedeutendes ge-halten. Nun wurden die Fischer und Seeleute zusammcngcrufen und ihnenaufgctragcn, den Fluß zu durchsuchen; sic fanden auch wirklich am folgendenAbend de» Körper des Herzogs in seinem vollständigen Anzug und 3N Ducatcnin seiner Börse. Er war von neun Wunde» durchbohrt; eine hatte er an derKehle, die übrigen an Kopf, Leib und Glieder». Sobald der Papst seinesSohnes Tod erfuhr, und daß man ihn wie Unrath in den Fluß geworfen habe,so überließ er sich ganz seinem Kummer, schloß sich in sein Zimmer ein undweinte bitterlich. Der Cardinal von Segovia und Andere aus dem Gefolgedes Papstes kamen an seine Thürc und nach stundenlangem Zureden und Er-