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Da ihm noch selbst die Führung nöthig war,
Da führte kühn der Knabe schon die Schaar!
Euch Schritt für Schritt zu zeigen kann nicht frommen,Wie er der Jugend Jrrgcwind entkommen;
Kurz war sein rascher ruheloser Flug,
Doch halb ihn aufzurciben lang genug.
3 .
Als Jüngling ließ Lara sein Vaterland, —
Und seit den Abschied winkte seine Hand,
Verlor die Spur von ihm sich immcrmehrUnd seiner dachte nicht ein Einzger sehr.
Staub war sein Vater, kund ward den Vasallen:
Es kehre Lara nicht zu seinen Hallen.
Er kam nicht, sandte nicht und ward zuletztVon Vielen als ocrschollcn angesctzt.
Kaum hört die Halle nennen seinen Namen,
Sein Bildniß dunkelt im vcrblichncn Rahmen;
Die Jugend denkt nicht sein, die Alten starben,
Jndcß sich Freund' um seine Braut bewarben.
„Doch wenn er lebte," hört man Erben klagen,
Sic trügen Schwarz gern, dürften sic cS wagen,
Von hundert Schildern deckt die düstre PrachtDie Gruft, wo Lara's ruhn die letzte Nacht.
Rur Einer fehlt noch in der Ahnen Zahl,
Den gern man sah' im gothischcn Portal.
4 .
Doch endlich naht er plötzlich und allein —Woher? warum? das leuchtet Keinem ein,
Es wundert sich vielmehr, wer cs vernommen,
Nicht, daß er jetzt —, daß er nicht längst gekommen.