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Von Scham bestürmt und mir dic Stimme dämpft —
Weil trotz der Frevel dn dies Herz bewegt,
Daß Furcht — Dank — Mitleid — Liebe drin sich regt.Erwiedrc nicht, was gern verschwiegen bliebe,
Daß längst du liebst — daß ich vergeblich liebe!
Ist auch dic Deine schöner wol, als ich,
Wag' ich doch mehr als sie und rette dich.
Ja, wäre sic so ganz von Herzen dein,
An ihrer Statt ließ ich dich nicht allein.
Weib eines Räubers, der dic Welt dnrchschwärmt,
Jndcß sic sich zu Hause Pflegt und wärmt!
Sprich weiter nicht — da uns das Schwert bedrängt,
Das nur an einem cinzgen Faden hängt.
Willst frei du sein und lebt noch Muth in dir,
So nimm den Dolch — steh auf— und folge mir!"
„Wie? so gefesselt soll mein Fuß entflieh»,
In diesem Schmucke durch dic Schläfer zieh»?
Bedenke, paßt zur Flucht wol diese Tracht,
Und ist dies Werkzeug zum Gefecht gemacht?"
„Argwöhnischer Corsar! die Wache harrt,
Nach Lohn begierig, deiner Gegenwart;
Ein einzig Wort sprengt deine Kett' entzwei,
Wie wär ich hier, ständ' jene mir nicht bei?
Seit wir zuletzt an diesem Ort uns sahn,
Brach dcinethalb ich dem Verbrechen Bahn,
Wenn's eines ist, dic Frevel Scids zu strafen —
Den cw'gcn Schlaf muß dieser Wüthrich schlafen!
Dn schauderst — doch empört ist mein Gcmüth,
Das ticsgckränkt — verhöhnt — nach Rache glüht,
Dcß angcklagt, was dieses Herz verwarf,
Das nur zu treu an Ketten haften darf.
Ja lächle nur! — er schalt mich ohne Grund,
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