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IS.
„Und ging er fort?" — ist plötzlich nnin allein,
Drängt diese Frage gransenvoll sich ein!
„Im Angenblick noch stand er hier — nnd nein —
Nicht mehr" — da stürzt sic ans dem SchloßportalUnd endlich lindern Thränen ihre Oual,
Rasch — dicht — nnd hell — sie weiß cs selber nicht,
Ob auch „Lebwohl" noch nicht die Lippe spricht,
Denn dieses Wort, dies herbe — wie man auchDenkt, hofft und glaubt — weht der Verzweiflung Hauch.Auf jedem Zug im bleichen AngesichtGrub sich der Schmerz mit dauerndem Gewicht;
Der lieblich großen Augen zartes BlauErstarrte von der leeren, öden Schau,
Bis — doch wie fern — von ihm ein Schimmer glänzt.Nun strömt es wieder wild — und schwimmt und kränzt 'Der langen dunkeln Wimpern holden FlorMit herbem Thau, der bitter quillt hervor.
„Nun ist er fort!" — Sic preßt die Hand an's Herz,
Und hebt sic dann gen Himmel voller Schmerz.
Sic blickt und sieht, wie hoch die Wellen gehn,
Das Segel glänzt — nicht wagt sic hinzusehn —
Zum Thore schwankt sie scclcnkrank hinein!
„ Es ist kein Traum — nnd ich bin ganz allein!"
t6.
Von Fels zu Fels eilt Conrad ernst nnd stumm —Er wendet auch sein Haupt nicht einmal um!
Nur schaudert er, wenn der gewundne GangIhn, was er gerne mied, zu sehen zwang;
Das einsam liebe Haus am Felsenriff,
Das ihn begrüßt, wenn heimwärts zog das Schiff,