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1 (1854) Biographische Notiz. Ritter Harold's Pilgerfahrt. Der Corsar. Lara
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Nur unsichtbarem Auge mag gelingen.

Lieh jetzt die Faust geballt, den raschen Gang,Verdreht den Blick, im krampfhaft stillen Drang:Angstvoll zu horchen, wenn cs leise rauscht,

Ob Jemand seinen Seclcnkampf belauscht:

Das Antlitz ganz so wie das Herz bewegt,

Es flicht der Schmerz, daß er sich mehr noch regt,Gefühle wallen ruhn erkalten sprühn,Die Stirne dampft, und seine Wangen glnhn:Fremdling! wen» du's vermagst und nicht erbangst,Dann sichst du jenen Geist in seiner Angst;

Siehst wie sein Herz, im'ticfstcn Keim versehet,Fluchwürdiger Jahre grause Pein verzehrt!

Siehst - doch wer sah' und würde jemals sch»Nackt eines Andern Seele vor sich stehn?

it.

Zum Führer schuldiger und frevler ThorenWar Conrad von Natur nicht auserkoren,

Sein Herz war anders, eh mit Gott und WeltSein Thun und Handeln ihn in Krieg gestellt.

Früh durch die Welt erlebt schon manchen Trug,

Im Handeln thöricht, doch im Reden klug,

Zu stolz und fest, als daß er je sich neigte,

Verhöhnt ob mancher Tugend, die er zeigte,

Verflucht er als des Nebels O-uell die Tugend,

Statt die Verrather seiner blöden Jugend ;

Und glaubte nicht, daß seine bessern GabenVermöchte» ihn, noch Andre zu erlaben,

Getauscht gcftohn schon in der Jugendblüte,

Nährt er den Menschcnhaß in dem Gemüthc,

Und heilig schien ihm, all' die Graul und SchwächenVon Einigen an Allen gleich z» rächen.