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Wer darf wo er gebeut ans Fragen denken?
Der Mann, so einsam nnd gchcimnißvoll,
Dem Lächeln fremd, dem Seufzen kaum entquoll,Dcß Name seiner Bande Kühnsten schreckt,
Die braunen Wangen ihm mit Blasse deckt,
Weiß sic mit jener Hcrrschcrkunst zu zwingen,
Die rohe Herzen blendend kann umschlingen.
Was mag ihn für ein Zauber doch umgebe»,Dem, neidend, nur umsonst sie widerstreben?
Was läßt sic nie in ihrer Treue wanken?
Die Kraft des Geists, die Stärke der Gedanken,Mit Glück verbunden, mit Geschick erfaßt,
Die fremde Schwäche ganz nach Willen paßt,
Den Haufen lenkt, und dessen kühnste ThatenErscheinen läßt, als ob sie ihr gcrathen.
So war's von je, und so wird's immer gehn,
Ilm Einen müssen sich viel Andre dreh»!
So will's Natur! — Nicht murre der Bedrückte,Noch hass' er jenen, den Gewinn beglückte.
Kennt' er der goldncn Ketten Last, wie würdeDie Schale steigen seiner kleinen Bürde!
u.
Ungleich den alten Helden, die in Mienen,Obscho» sic Teufel waren, Götter schienen,
Ist nichts an Conrad wunderbar zu schau»,
Zuckt auch sein Feucrblick aus dunkeln Braun,
Sein Wuchs, zwar nicht herkulisch, zeigt von Kraft,Ist nur gewöhnlich groß, nicht riesenhaft,
Doch wer ihn länger anblickt, der gewahrtMerkmale nicht gemeiner Menschcnart.
Man staunt und findct's immer sich bewähren,
Daß cs so ist, kann man's auch nicht erklären.