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(15.) „Und Straßen, wo nnr Fremde sind, erhobenStets Klagen über die, durch dic's gefallen,
Da nm Venedig rings trostlose Wolken wallen."
Venedigs Volkszahl belief sich zu Ende des 17. Jahrhunderts aus beinahe200,000 Seele». Beim letzten vor zwei Jahren augcstelltcn Ccnsus hatteVenedig nicht mehr als 103,000 Bewohner, und diese mindern sich täglich.
(16.) „Bis Rettung von der Muse dann erschallt,
Als Lösegeld tönt einzig ihr Gesang"
Die Geschichte wird in Plutarch's Lebensbeschreibung des Nikiaserzählt.
(18.) „Und ihres Bildes ward ich mir bewußt
Durch Otway's, Radcliff's, Schiller'S, Shakcspcar sZeilen"
Otway's ,, gerettetes Venedig "; Anna Radcliff's „GeheimnisseUdolpho's"; Schiller's „Geisterseher"; Shakespcar's „Othello"und „Kaufmann von Venedig."
(28.) „ Ein Stern ist ihr zur Seite nur und schaut
Mit ihr beherrschend nach den Himmelstheilcn "
Die obige Beschreibung könnte dem, welcher nie einen orientalischen oderitalischen Himmel erblickte, phantastisch oder übertrieben Vorkommen; und dochist sie nnr eine buchstäbliche und schwerlich genügende Schilderung eines August-abcnds (des achtzehnten), wie derselbe auf einem von de» vielen Spazierrittenan den Ufern der Brenta, nahe bei La Mira, wahrgenonuncn ward.
(30.) „Weint Thräncn an dem Baum, wo ihn entzückte
Des Liebchens Namcnszug, der glorreich dann ihn
schmückte!"
Dank dem kritischen Scharfsinn eines Schotten, wissen wir jetzt so wenigvon Laura, als bisher.
(31.) „ Arquü hegt dessen Staub, der hier gestorben,
Das Bergdorf, wo er seinen letzten TagenDie Rühe gönnte, hat den Rühm erworben"
Unmittelbar nach seinem gescheiterten Versuche, Urban V. in Rom 1370zu besuchen, zog sich Petrarca nach ArquL zurück, und scheint mitAnsnahmeseines berühmte» Besuchs in Venedig, in Begleitung des Francesco Novelloda Carrara, die vier letzten seiner Lebensjahre bald in jener reizende» Einsam-keit, bald in Padua verlebt zu habe».