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144 .
Doch wenn der Mond erglimmt des Bogens Zinken,Und lieblich schwebend dann Hcrniedcrlacht,
Die Sterne durch den Riß der Zeiten blinken,
Und linder Lufthauch säuselt durch die NachtUm graue Mauern, die ein Wald bedacht,
— Wie Lorbcrcn Casars kahle Stirn umwanden, —Wenn klar das Licht, doch ohne grelle Pracht:
Dann sprengt das Todtc magisch seine Banden —
Ihn rettet dbrcn Staub, — die hier als Helden standen!
143 .
„Rom steht, so lang das Coliseum steht,
Fällt dies, wird Rom — mit ihm die Welt zerfallen! "
So ließ ein Pilger Englands, ein ProphetZur Sachscnzcit dereinst in diesen Hallen,
Zur Zeit, die alt genannt, sein Wort erschallen.
Noch immer unpcrändcrt steht der GrundBon diesen dreien Erdcndingcn allen:
Rom, seine Trümmer und das Weltcnrund, —
Das stets — für wen ihr wollt! — ein weiter Dicbcsschlund.
146 .
Erhaben, einfach und vom Ernst gekrönt,
Du aller Heiligen, aller Götter Thron,
Von Zeus bis Jesus, durch die Zeit verschönt!
Wie ruhig blickst du, während um dich schonRings Reich' und Bogen zu zerfallen dröhn,
Und auch der Mensch durch Dornen geht zu Asche.Du stehst allein! Tyrannen sprichst du Hohn,
Und dich ereilt selbst nicht die Zeit, die rasche!
O Pantheon, du machst, daß Rom den Stolz erhasche!