Druckschrift 
1 (1854) Biographische Notiz. Ritter Harold's Pilgerfahrt. Der Corsar. Lara
Entstehung
Seite
74
Einzelbild herunterladen
 

- 7 k

13.

Kalt ist das Her;, das nicht für Hellas fühlt,

Was inan empfindet für Geliebter Stand,

Das Auge stnmpf, das keine Thräne kühlt,

Sieht es von Briten Hand als kühnen Raub,

Für alles Flehn um Schonung kalt und taub,

Hinweg die Trümmer und Altäre tragen!

Fluch sei der Stunde, wo sie ohn' ErlaubHellas! bei dir schmachvoll vor Anker lagen,

Gestürzter Götter Bild im Norden aufzuschlagen.

16.

Doch wo ist Harold? jenen düsteru WandrerSollt' ich vergessen auf der hohen See?

Nur wenig kümmert ihn das Leiden Andrer.

Kein Liebchen heuchelt jetzt ihm Ach und Weh!

Kein Freund reicht' ihm die Hand zum Abschied, ehDer kalte Fremdling zog in fremde Zonen.

Hart ist sein Herz, kein Zauber fesselt's je,

Er, dem Gefühle kaum im Busen wohnen,

Läßt seufzerlvs des Kriegs und Lasters Regionen.

17.

Wer je auf dunkelblauem Meere fuhr,

Genoß wohl oftmals Schönes, möcht' ich wähnen;

Die frische, kühle Luft in der Natur!

Das stolze Schiff, des Segels weiße Mähnen,

Bersehn mit Mast und Tau und kleinen Kähnen,

Das schmucke Schönfahrsegel ansgespannt,

Der Decknngsschisfe Zug gleich wilden Schwänen,

Der trägste Seemann fühlt sich neu ermannt,

Wird kräuselnd rings das Schiff vom Wellenschanm berannt.