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12 .
Das Segel schwoll, die Winde bliesen leicht,
Als trieben sie ihn gern vom Heimathlaud,
Die weiße Klippe, die dem Blick entweicht,Verschwamm, bis ganz in Nebel sie entschwand.Vielleicht war's leid ihm, daß er schied vom Strand,Doch schlief die Reu in seiner Brust verschwiegen,Wie auch kein Laut sich seiner Lipp' entwand;
Die Andern ließe» sich vom Schinerz besiegen,
Daß in fühllosc Luft laut ihre Klagen stiegen.
13 .
Doch als ins Meer die goldnc Sonne schied,
Griff er zur Harfe, die ihn oft berauscht,
Wenn auf sein ungekünstelt schlichtes LiedKein fremdes Ohr in seiner Nähe lauscht,
Indem er Schmerz mit Saug und Klang vertauscht,Ertönt sein Lebewohl der Abcndpracht.
Wie sich das weiße Segel mächtig bauscht,
Die Küste mehr den Blicken sich verflacht,
Bringt er dem Element die letzte „gute Nacht":
Leb wohl, o Heimath, lebe wohl,
Das Meer hüllt dich mir ein,
Der Nachtwind seufzt, die See geht hohl,Und wilde Möven schrei».
Die Sonne sinkt in's Meer und wir,
Wir folgen ihrer Pracht,
Ihr dieses Lebewohl und dirO Heimath gute Nacht!