er liebte und dem er sich, seiner inner» Natur nach, verwandt fühlte.Jndeß scheint seine Theiluahme nie bis zu einem thätigen Eingreifenin die Pläne und Verhandlungen der geheimen Gesellschaften gestiegenz» sein, die damals das Geschick Italiens zu lenken meinten. InFolge der Untersuchungen nach dem Ausbruch und der schnellenDampfung der italischen Revolution mußten der Lord und seineSchützempfohlcneu, die Gamba's, Ravenna verlassen. Er entschloß;sich, mit der Gräfin und ihrem Vater nördlich gegen Ancona zureisen, und seine natürliche Tvebter Allcgra zur bessern Erziehung inein Kloster zu thuu. Er wünschte, daß sic katholisch werde, und zeigtedazumal eine persönliche Hinneigung zu diesem Glauben.
Ende Mai 1821 sandte der Dichter sein beendigtes Trauerspiel,, Sardauapal" nach London ab, wobei cr sich gegen vermeintlichepolitische Anspielungen und gegen die Aufführung verwahrte.
Am 11. Juni 1821 begann Lord Bvrou ein neues Drama:„Die beiden Foscari," und brachte eS bereits den 10. Juli zu Ende;cs stellt ein auffallendes, schreckliches Gemälde vom Rathc der Zehndar, der im 18. Jahrhunderte Venedig thraunisirtc. Im Spätherbstdes nämlichen Jahres reiste Byron mit Mr. RogerS über Bolognaund Florenz nach Pisa ab, wo sich seine schöne Gräfin schon im -Au-gust niedergelassen hatte. Hier erhielt cr die Kunde von Lady Noel'sund Allcgra Bhron's Tode; die Leiche der letzter» ließ cr von Livornonach England cinschiffen und auf seinem Lieblingsplätzchcn — „By-ron's Grab" genannt — ans dem Friedhöfe von Harrow begraben.
Sein Freund Shelley, der die letzten acht Monate seines Lebensin täglichen Zusammenkünften mit Lord Byron hinbrachte, ertrankim 29. Jahre seines Alters im mittelländischen Meere, zwischenLivorno und Lcrici. Um dem Wunsche des Verstorbenen, in Rombegraben zu werden, zu genügen, ließ Byron die Leiche, welche mauvierzehn Tage nach dem Untergänge des Bootes auffand, am MecrcS-ufer feierlich verbrennen und die irdischen Reste des Freundes auf demKirchhofe der Protestanten in Rom beisetzen.
Byron hatte nicht lange vorher seinen „Kain" geschrieben, einMysterium, wie er cs nannte, das seiner Muße den Name» einer