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1 (1854) Biographische Notiz. Ritter Harold's Pilgerfahrt. Der Corsar. Lara
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Der junge Byron hatte anderthalb Jahre lang einen Widerwillengegen Harrow und war ein ungeselliger Bursche, dann aber Obcran-führer bei allen erdenklichen tollen Streichen. Sein deklamatorischesTalent übte er von Neuem und glänzend. Er wählte sich Lear's Ge-spräch im Sturm, Zanga's Rede über Alonzo's Leiche und ähnlicheAufgaben.

Unser Dichter gedenkt in den Einlcitungsstanzen desRitterHarold" der unglücklichen Jugendliebe zu einem Mädchen, welcheniemals die Scinige hatte werden können. Er kam in den Schul-ferien einige Male auf sein Erbgut Ncwstcad-Abbcy, und verliebtesich dort in Miß Mary Chaworth, deren Vater ein Verwandterund Gränznachbar des Lord William Byron, des Großohcims unsersDichters war und von dessen Händen in einem Duell das Lebenverloren hatte. Schon dieser Umstand war etwas Eignes; aber wieByron stets in der Liebe höchst unglücklich sein sollte er glaubtefast, daß es ein Verhängnis; in seiner Familie sei, so geschah es,daß seine glühende Leidenschaft mehr schwesterlich und verständigcrwicdert wurde. Miß Chaworth war etwas älter als Lord Büro»,ihr Sinn war eitel und flatterhaft, und ob sic sich gleich durch dieLeidenschaft des kleinen Lords sehr geschmeichelt fühlte, betrachtete sicihn doch mehr wie einen jüngcrn Bruder, denn wie einen Geliebten.

Es war im Jahr 1803, als Lord Byron mit Miß Chaworthbekannt wurde. Er besuchte die Familie in Annesley, und sechskurze Sommcrwochcn des Jahres 1801, welche er in Mariens Gesell-schaft, wenngleich hoffnungslos, zubrachtc, legten den Grund zu derlebenslänglichen Neigung. Da sich Marie mehr mit dem kleinen ver-liebten Vetter belustigte, sollte er bald auch erfahren, daß sic sich ,,nmihn, um den lahmen Jungen, durchaus nicht bekümmere." Er machteöfters in ihrer Begleitung Spazierritte; allein nie und nirgendswurde er für sein Schmachten und seine Eifersucht mit Zeichen erwie-dertcr Liebe beglückt.

Die Güter der beiden Familien gränzten an einander. EineGartenthür an der Gränzc beider Besitzungen wurde verstohlen benutzt.Die Schöne freute sieb über die kindische Liebesflamme des wertheu