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Mittheilnng der Leser mir als eine Kundgebung der Pietät fürden verehrten Geschiedenen gestatten mag, ohne mich eitler Selbst-überschätzung zeihe» zu wollen. In dem vom 25. Fcbr. 1842datirten Briefe lautet die Byron betreffende Stelle:
„Durch Ihre Nebersetzung der LieblingSgcdichtc meines Lieb-lingödichterö fühle ich mich zu diesem selbst in ein näheres undtraulicheres Verhältnis; gebracht; cS ist Ihre Nebersetzung sovortrefflich, daß ich auf Ihr persönliches Wohlwollen das freu-digste Gewicht zu legen alle Ursache habe. WaS meines Erach-tens Ihr Werk vor.anderen ähnlicher Art auSzcichnet, ist derebenso sichere und feste, als feine und gewandte Tritt und SchrittIhrer Sprache, während in anderen Nebersctzungen Byron'S häufigentweder ein furchtsames Schweben auf den Zehen an die Aengst-lichkcit eines Eiertanzes erinnert, oder ein ungeschlachtes Auf-stampfen beide Sprachen zugleich mit Füßen tritt. Wer in derGröße eines Byron so heimisch ist wie Sie, von dem freut es michherzlich, wenn ihm meine Lieder nicht mißfallen. Die wahrenKenner der Poesie werden vielleicht um so seltener, sc mehr dieZahl ihrer Liebhaber erwächst; sowie die ideale Kraft unserer Zeitüberhaupt um so schwächer geworden scheint, je mehr Ideen in ihrhistorisch verbreitet und bloS inillier applieirt werden." —
Ermuthigt durch ähnliche Urthcilc poesiekundiger Männerstrebte der Verfasser dieser deutschen Nachdichtung, dieselbe in In-halt und Form dem Originale immer ebenbürtiger anznnähern;und in diesem Sinne besorgte er die Durchsicht, Ergänzung undVerbesserung der vorliegenden neuen Ausgabe.
Leipzig, den 26. Januar 1854.
Adolf Äöttgcr.