D orwo r t.
Ungeachtet bei Gelegenheit nercerer Ucbertraguicgen Bvron'ömanche federfertige Kritik behauptet, der Dichter müsse zerrissener,rauher und knurriger übertragen werden, als eö von mir ge-schehen, bin ich dennoch bei Revidirung dieser neuen Ausgabevon meiner früher gehegten Ansicht und bewiesenen Auffassungnicht abgcwichen, zumal mir daö Original selbst den besten Maß-stab dafür an die Hand gegeben.
Wer Harold, Don Inan in seinen hochpoetischen und än-muthigstcn Theilen, die hebräischen Melodien und die meistenlyrisch-epischen Gedichte in der Ursprache kennt und weiß, welchenWerth Lord Byron selbst auf deir Wohllaut der Formvollendunglegte, indem er zur Verkörperung und Gewandung seiner erha-bensten Gedanken die kunstvollsten Strophen und Maße wählte:der wird schwerlich mir derartige unbegründete Vorwürfe zu stellenvermögen.
Ist eö mir in glücklichen Stunden gelungen, daö Knnstge-heimniß „dichterisch-schön zu übertragen" dem Genius derSprache abzugewinnen, so hoff' ich, wird mein Streben in derallgemeineren Verbreitung der byronischc» Schöpfungen in Deutsch-land den erfreulichsten Lohn finden.
Freundlicherweise sind mir die ermunterndsten Dankbezeigungenbewährter Dichter und Kenner zngekommen und eine hohe Freudeward mir in einer wohlwollenden Zuschrift von dem verewigten,Byron'ö Geiste nah verwandten Dichter Lenau, deren thcilwcise