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Kaiser Otto der Große
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587
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Rangordnung der geistlichen Fürsten.

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nur selten vor: 21. Sept. 937 (6oä. ^.nimlt. I, 4, 8t. 70) werden genanntMainz, Hamburg: 1- Utrecht, 2.AngSburg, 3. Hildcsheim, 4. Minden, 5. Speier,6. Wirzburg, 7. Halberstadt, 8. Verden, mit Ausnahme von Utrecht alles MainzerSufsragane; 7. Juni 948 nach der Handschrift von Aosta: 1. Worms, 2. Augs-burg, 3. Halberstadt, 4. Hildesheim, 5. Constanz, 6. Eichstedt, 7. Paderborn,8. Speier, 9. Wirzburg, 10. Metz, I I. Toul, 12. Verdun, 13. Utrecht, 14. Osna-brück, 15. Minden, 10. Münster, 17. Lüttich, >8. Kamerik, 19. Laon, 20. Rcgens-burg, 21. Passau, 22.-24. die drei nordischen Bischöfe; 1. Juni 949 Trier undKöln 1. Utrecht, 2. Metz, 3. Paderborn, 4. Lüttich; 15. April 950: 1. Pader-born, 2. Münster, 3. Osnabrück; Nugust 952 Augsburg: 1. Augsburg, 2. Worms,3. Eichstedt, 4. Constanz, 5. Wirzbnrg, 6. Speier, 7. Chur, 8. Straßburg;21. Januar 902 Trier: I. Metz, 2. Toul; 17. Januar 900 Mainz, Trier:

1. Metz, 2. WormS. 3. Minden, 4. Toul; 17. Sept. 972: 1. Augsburg 2. Wirz-bnrg, 3. Worms, 4. Straßburg, 5. HildeSheim, 0. Eichstedt, 7. Verdun, 8. Speier.

Aus der Vergleichung dieser Reihen ergibt sich Folgendes: Sie sind wedernach den Stämmen, noch etwa nach dem Alter der Bisthllmer oder dem Dienst-alter der einzelnen Bischöfe geordnet, die Ordnung selbst ist eine sehr wechselnde:Wirzbnrg erscheint nach einander unter 0. 8. 5. 2, Eichstedt 7. 3. 0. Dagegenhat Augsburg einen gewissen Vorrang gehabt 2. 2. 1. 1, ebenso Worms >. 2.

2. 3, Metz 2. 1. 1. Wenn Utrecht zweimal in erster Stelle erscheint, so magdie persönliche Beziehung Balderichs als Lehrer Brunos hier den Ausschlag ge-geben haben, wie Hubert von Parma als Erzkanzler Metz voransteht 22. Apr.972 (8t. 503, oben S. 484 A. O.

Die Zahl der deutschen Reichssiirsten im Ganzen festzustellen, ist nicht wohlmöglich. Zwar kennt die spätere Zeit Ottos 30 Bisthümer mit Einschluß vonBasel, das zu Bisanz gehörte, und mit Ausschluß von Aglei und Schleswig.Die Zahl der Aebte ist schwankend , da die Bischöfe nicht selten Inhaber derAbteien waren, und von den 108 Klöstern, die ich zur Zeit Ottos zähle, werdenin erster Reihe kaum 20 in Betracht gekommen sein, wie St. Gallen, Reichenau,Fulda, Hersfeld, Corvei, Prüm. Für die Grafen gibt es gar keinen sicherenAnhalt, da ihre Erwähnung in den Urkunden rein zufällig ist. Ich zähle indenselben unter Otto mit Einschluß der slavischen Gaue 178, eine Ziffer, dienatürlich nicht unbedingt gelten kann. Aber den Gauen entsprechen freilichdurchaus nicht überall die Comitate, also auch nicht die Zahl der Grafen.

Vergleicht man endlich die Zeugnisse der Urkunden und Schriftsteller, so er-gibt sich : In der Kanzlei, wo man den Verhältnissen näher stand, ist der tech-nische Gebrauch von prineipes rsAui als Gesamtheit geistlicher und weltlicherGroßen älter und entwickelter. Am nächsten kommt dem der Italiener Lindprandnach Maßgabe der Verhältnisse seines Landes; Flvdoard und Widnkind trennennoch beide, aber der Begriff der Reichsaristokratie als einer in einzelnen Terri-torialdynasten erscheinenden, den prinaipss, ist dem ersten geläufiger. Er folgtdarin der überwiegend aristokratischen Entwickelung des Westreiches. Am meistenin Widukinds Auffassung wirken ältere, minder verwickelte Zustände nach. ImAllgemeinen wird man annehmen können, gerade in der Zeit Ottos hat sich dasspätere Reichsfürstenthum in seinen Grundlagen festgesetzt.