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Kaiser Otto der Große
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Laibari und leulauiei

Die Völker des klassischen Alterthums fanden bekanntlich in ihrer gebildetenSprache den vollkommensten Ausdruck ihrer Eigenthümlichkeit und somit dassicherste Zeichen, sich von andern Völkern zu unterscheiden. Wer außerhalb ihrerSprache stand, war ihnen ein Barbar. Als diese Scheidewand durch dasChristenthum gefallen war und die klassische Bildung sich in eine christliche um-gesetzt hatte, wurde von den christlichen Völkern der Heide, weil er sich nicht indieser neuen Gemeinschaft befand, als Barbar angesehen. Beide Anwendungendes Wortes, die ältere und die jüngere, gehen im Mittelalter und insonderheitauch im zehnten Jahrhundert neben einander her. Die eine wendet sich gegendas Heidenthum der Naturvölker: Slaven. Ungern, Normannen, Saraceuen,die andre gegen Alle, die der klassischen Bildung fern stehen. Jene liegt denDeutschen, diese den Romanen näher, die als erste Erben römischer Cultur schonihre germanischen Nachbarn mit dem Namen darbari belegen.

Gehen wir für den Nachweis der kirchlich-nationalen Bedeutung des Worteszunächst von einigen Urkunden aus. Im I. 955 nach dem Ungerneinfalle schreibtWilhelm von Mainz an den Papst Agapit II. (,IsM Lidl. rsr. Osrinan. III,347): Larbaroruni vicksliost Asntidus odristianitatsin ita inixrimsntidus,nt ste. Johann XII. sagt in der Bulle für Magdeburg vom 12. Febr. 962(88. VI, 616): cksviotis oarbaris Asntidus, Xvaribus soiliest aliisgus <zuampluribus, und gleich darauf Otto gualitsr 8olavos czuos ipso äsvioit ineatdolisa kicks novitsr kunckavsrat. Otto I. spricht am 31. Oct. 968 (HöferZeitschr. II, 345, 8t. 459) von dem neuen Erzbisthume intsr Asutilss stodristianas Lcksi äoßniats iarn non psrlssts sxsultos, dafür sagt Otto II.in seiner Urk. 6. Januar 975 (8agittarius I, 168, 8t. 639): darbaris stnouckum psrlsotis odristioolis. Am 26. Juni 975 (Osibnitii Xuu. iwp. III,365, 8t. 660) bestätigt derselbe den Magdeburger Kaufleuten, quock udiqus innostro rsguo non inoäo in edristianis, ssck stiani in darbariois roZionidustain srasncki quam reäemencki laoultas sit. In der doch wohl auf älteremMateriale ruhenden, aus Benedict VII. deutenden Bulle für Magdeburg (RisäslI, VIII, 96, ckaM 2915) heißt es: erssasnts nuten» in dis Hindus sliristianarsIiAions . . ultra tiuvios Udiani st 8alam st Oäoram in oivitatidus. inguious oliin dardarioi ritus naaxima inZruit supsrstitio.

Wechselnder ist der Gebrauch der Schriftsteller. Den Gegensatz der Christen-und Heidenwelt haben zunächst im Auge Folkuin Oosta abvat. Dwbisns. s. 3(88. IV, 57), der von der Sendung des h. Ursmarus berichtet ack soinps-sosnckos supsrüuos ritus ^sntis bardarioas; Gerhard (Vita Ouäalrioi o. 1,88. IV, 386) stellt zusammen wie Widukind (II e. I, vgl. dazu Köpke Widu-kind S. 85) paZani st Mali siiristiani und Gumpold (Vita Vsuoeolavi