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Kaiser Otto der Große
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Wallfahrten nach Rom. Bedeutung Ottos.

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an vornehmen und geringeren Pilgern, die durch manigfache An-liegen, namentlich durch die Absicht, sich zum Schutze ihrer Unab-hängigkeit Privilegien bestätigen zu lassen, dorthin geführt wurden.Ich erwähne die Bischöfe Udalrich von Augsburg und'Gero von Köln,den Abt Hadamar von Fulda, den Markgrafen Gero u. s. w. Einstärkerer Einfluß auf das deutsche Leben wurde indessen in unsererZeit von dort nicht ausgeübt. Bei den deutschen Geschichtschreibernist nur sehr wenig von den Nachfolgern Petri die Rede.

Ein jugendkräftiger Aufschwung, ein nationaler Zug gieng unterdem Kaiser Otto durch die Herzen des Volkes, das damals zuerst an-fieng, im Gegensätze zu den Welschen und Deutschen, die es beherrschte,sich das deutsche zu nennen und deutsch zu fühlen. Streit, aber auchfrisches Vorwärtsstreben erfüllt das politische wie das kirchliche Leben,und erst allmälich gieng man wieder ruhigeren, friedlichen Tagen ent-gegen, welche diesem streitbaren Geschlechte gestatteten, sich des Er-rungenen zu freuen und unter gesichertem Dache der geistigen Arbeitwieder ihr volles Recht augedeihen zu lassen. Die Heldenthaten dervorangehenden Zeit aber, auf denen das Bestehen des Reiches beruhte,wurden, da kein Mitlebender sie genau ausgezeichnet hatte, nur zu baldvon der Dämmerung der Sage umwoben und erscheinen auch uns inso schwankenden und unklaren Umrissen, daß wir von einem anschau-lichen Bilde derselben weit entfernt bleiben. So vermögen wir diehohe Bedeutung Ottos des Großen, des ersten wahrhaft deutschenKaisers,2) als zweiten Stifters des deutschen Reiches für die Entwicke-lung unseres Volkes zwar zu ahnen, aber leider keineswegs in alleneinzelnen Zügen und Bezügen klar zu erkennen und darzustellen.Und fast noch mehr gilt dies von seinen Gehilfen und Zeitgenossen.

Joh. von Gorze mit Bernaker zog nach Rom msinoriam bsatorum aposto-lorum supplioatuui, hierauf nach dem Monte Gargano und Monte Cassino eoruui-uus oratiouibus ss oornrnsnckans (Vita lolr. Kor?, e. 24. 25). Vgl. auch Lirles-Iraräi Kasus 8. Kalli (88. II, 117); Vita 8. Ksrarä! Lrou. v. 29 (NabillonT^ata V, 274): tauistsi aKöret novo prvArsssiori, uou tauisu ciuxit ouoriRomam usgus tatigari. Ueber Jerusalem s. oben S. 508 A. 4, Vita Kvoun-raäi konstant, sp. e, 6. 7 (88. IV, 433): sspulebrurn äoiuiui iu siuülitu-ciine illius Isrusoliuütaui iaetuin wirabili auriüais opsrs per Avrnnr cls-aoravit; Hademnod, die Witwe des Kärntner Grafen Markward in Valsstiuaspartibus uaortua pluriruis si^nis äselaratur (klirouie. VverspsrA., 88.

XX, 12); Kasus mou. Vstrisüus. I o. 35 (ebd. 635>. Eine Zusammenstellungfür diese Zeit gibt Röhricht, Pilgerfahrten nach dem heil. Lande (Raumer undRiehl Histor. Taschenb. V F. V, 389).

-) Vgl. oben S. 330 A. 3.