Italienische Grasen.
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I. 932 starb, erscheint Theoderich als sächsischer Pfalzgraf. Nachdiesen dürftigen Erwähnungen kann man wohl schwerlich behaupten?)daß Otto den Herzogen nach einem umfassenden Plane durchgehendsPfalzgrafen als Gegengewicht ihrer Macht gleichsam an die Seite ge-setzt habe. Im Ganzen erhoben sich die Träger dieses Namens nurwenig über die andern Grafen, in deren Stellung unter Otto keinenennenswerthe Veränderung eingetreten zu sein scheint, und ein Gegen-gewicht gegen die Herzoge bildeten bei Weitem eher die Bischöfe.
In Italien ließ Otto sich in seiner richterlichen Thätigkeit theilsdurch Pfalzgrafen, theils durch ständige Königsboten, die er zuerstin's Leben rief, vertreten?) Zu jenen, die dort viel mehr hervorragenals in Deutschland, gehörte Otbert von Este und daneben Ezzeka,der zugleich den markgrüflichen Titel führte. Von den Landschaften,deren Inhabern der letztere von Alters her beigelegt zu werden Pflegte,fiel unter Otto Friaul durch seine Vereinigung mit Baiern fort. DieMark Jvrea blieb unter Nachkommen des gestürzten Königs Berengarbestehen, vermutlich aber doch in verminderter Bedeutung, weil inihrer unmittelbaren Nachbarschaft in den Turiner Grafen sich einkräftig aufblühendes Geschlecht erhob. Von Tuscien ist damalswenig die Rede, da sein Graf Hubert, der Sohn Hugos, in der Ver-bannung weilte; erst unter dessen Sohne und Nachfolger Hugo spieltes wieder eine einflußreiche Rolle in den Angelegenheiten Italiens.Die wegen der Nähe Roms wichtigen Marken Spoleto und Camerinoübertrug Otto dem tapfern Grafen Pandulf dem Eisenkopfe von Capua,um ihn zum Vorkampfe gegen die Griechen zu verstärken. Von neuenMachthabern, die sich zur Geltung emporrangen, ist neben manchenandern namentlich Atto von Canossa hervorzuheben, der wegen seinerVerdienste um die Kaiserin Adelheid die beiden Grafschaften Modenaund Reggio vereinigen durfte.
Rastüorp euncieiu traäitionsw in plaeito prsnomiuati palatiui oowitis ür-msnüo eorroboraverunt. In einer Urk. Ottos II. vom 20. Jnli 963 wirderwähnt, gualitsr cius Agi-innns sororss Lsrütiiilckis viele!. st Hemmanostrnin aeiieruut regalitatem, obssorautes, nt super loeo . . Ililelievsrelss-lluson voeato aä ooustrueuckum mouasterium pusliarum oonvssso uostramstiain ackeleremus auetoritatsm super (OriZA. 6usII. V, 6, 8t. 552). DieAebtissin Berhthilda (vielleicht dieselbe, die das Keerol. LIsrssbui-A. zum 30. Junihat) kommt noch in der gefälschten Urk. Ottos III. vom 2. Febr. 997 vor,8t. 1103, dagegen 970 Helmburg, 974 u. 990 Hemma als Aebtissin des 960gestifteten Klosters Hilwardshausen (8tumpl ^.ota imp. 8. 2l. 22. 27. 28. 36).Dieser Bern ist wohl derselbe, von dem es in einer Urk. Ottos II- vom Apr.970 (ebd. 21, 8t. 57) heißt: in villa Ksmmet (Gimbte bei Münden) ineomitatu Uernouis und den wir am 28. Aug. 972 zu Constanz aus der Rück-kehr aus Italien als Beisitzer im kais. Hofgerichte finden (oben S. 490 A. 4).Nach dem Xeer. I?ulä. mai. (ü,sibuitii 88. rer. Lrunsvie. III, 765) starbösrn enmss 982. Wenn Knochenhauer (Gesch. Thüringens S. 90 A. 1) sichdagegen erklärt, weil Adalbero erst 987 gestorben sei, so vermisse ich dafür denBeweis, den wenigstens die V. Dsrnvaräi nicht enthält. Vgl- übrigens Waitz„Die ersten iächs. Pfalzgrafen" (Forsch. XIV, 22).
') S. G iesebrecht Gesch. der deutschen Kaiserzeit I, 287, dagegen Waitz VII, l7l.
2) S. oben S. 426. 473. 474. 488 A. l, Ficker Forsch, zur Rechtsgesch.Italiens I, 313. 322 ; II, 4. 43.