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Kaiser Otto der Große
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Stellung der Bischöfe und Aebte im Reiche.

Bischöfe und Aebte saßen im Rathe des Königs, zogen zuHofe oder rückten in's Feld gleich den weltlichen Großen — wennauch manche strenger Gesinnte solchen Hof- und Waffendienst fürunrecht hielten H — ja sie führten bisweilen das Schwert, nicht bloßwie Michael von Regensburg gegen die Heiden, sondern wie derwilde Berengar von Kamerik sogar gegen aufsässige Mitchristen?)Wenn sie den Aufrührern und Hochverrätern sich gesellten, unter-lagen sie der Bestrafung durch den weltlichen Arm. Gefangenschaftund Verbannung konnte sie treffen, wie das in Deutschland Friedrichvon Mainz und Rothard von Straßburg, in Italien Wido vonModena und Sigolf von Piacenza erfuhren. Ohne Zuthun desKaisers nur von dem Herzog Heinrich von Baiern gieng die Be-strafung des Patriarchen von Aglei, sowie die Blendung und Ab-setzung des Erzbischofs Herold von Salzburg aus, welche letztere zuihrer rechtlichen Giltigkeit nachträglich von Papst und Synode gut-geheißen werden mußte, aber auch ohne Schwierigkeit gutgeheißenwurde. Noch leichter entschloß man sich zur Absetzung von Aebten,wie Kralohs von St. Gallen durch Liudolf, Eggehards von Reichenauseiner schlechten Wirtschaft halber durch Otto selbst. Um den An-sprüchen des Reiches im Kriege zu genügen, mußten die Bischöfe undAebte manche geistliche Güter an weltliche Lehnsleute vergeben, ausdenen sie im Frieden einen Hof um sich bilden konnten?) Von den

0 Nach der Vita Ratbocki e. 11 (lVlabiilou Vota V, 30) weigerte sichRatbod von Utrecht (gest. 917) jeglicher Dienstleistung gegen den König, um sichnicht mit weltlichen Dingen zu befassen. Dem h. Udalrich wurde gestattet, daßsein Neffe Adalbero iu sius vies itiusra siostilia eum milioia spiseopali involuutatsm impsratoris psraAsrst et in ourte impsratoris sius vice assi-ckuitats ssrvitii morarstur, damit er selbst sich seinen geistlichen Pflichten widmenkönne (Osrüarck. e. 3, 88. IV, 389). Vgl. oben S. 492.

2) Ueber Michael s. oben S. 182, über Berengar Ossta Oawsrae. spise.I e. 83. 84: der heil. Gaugerich, dessen Kirche er nicht einmal verschont hatte,erschien ihm strafend im Schlafe und traf ihn heftig mit seinem Stocke. BonBruno rühmt Ruotger (e. 25), daß er absgus vsllo st iiumaua psruieisalles zur Ordnung gebracht, der h. Udalrich feuerte die Seinigen zu Rosse gegendie Ungern an stoia iuäutus, uou elipso aut loriea aut gaisa muuitus(Kerüarä. v. 11). Sein Nachfolger Heinrich fiel eum aliis plurimis spiseopisgegen die Saracenen. Vgl. Gsrörer Kirchengesch. III, 1302. Rather hielt denKriegsdienst der Priester für durchaus unerlaubt (Vogel Ratherius von VeronaS. 265, vgl. oben S. 342 A. 21. Ebenso Atto von Vercelli (Os prsssurissevlss. I. I, p. 328 sä. Luroutius).

Gsrörer a. a. O. 1303. Erzbischof Egbert von Trier klagt in 2 Urk.von 980 und 981 (Beyer Mittelrh. Urkb. I, 310), er könne nichts für die Klösterthun, prsssrtim eum ipsius spiseopii maxima pars militibus sssst iudenstieium äistributa, ita ut uuili loeorum propria üsrsckitats prockssssposssm. Bischof Everachar von Lüttich litt multa t'awiliaris rsi au^ustia,(guipps c>ui a viris militarivus episeopio appsnckieiis privatus sssst viliis(^.usslmi Ossta spiso. Osoä. e. 24, 88. VII, 202). Eichstedt belehnte seineVassallen aus den Gütern von Herrieden (^.uouz-m. ilassrsus. e. 8, ebd. 256).Bischof Heinrich von Augsburg (973—982) iutus waZua augustia msutisauAsbatur . . pro so guoci guickam wilitss bsusüeia aseelssiastiea all illiuspotsstatsm iurs psrtiusutia eoutra eins voluntatsm possicksrsut, sein Vor-gänger Udalrich mouastsria . . uumguam iu dsusLeium iaieorum eonvsssit,