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Förderung der kirchlichen Interessen.
auf Otto ihr Wahlrecht tu der schmählichsten Weise, um Männer vondurchaus weltlichem Sinne und Wandel, ohne alles Verständnis fürihren erhabenen Beruf, auf den Stuhl Petri zu setzen und sie oftnach kurzer Regierung wiederum zu stürzen, so daß man von demRegiments vornehmer Buhlerinnen sprechen konnte, unter welchesRom gerathen sei?)
Die wahren Interessen der Kirche suchte Otto zu fördern, indemer in Rom sich in das bisherige Recht und Herkommen über dieBesetzung des päpstlichen Stuhles einen Eingriff erlaubte; ebensoeifrig aber förderte er sie auch sonst, wo er nur immer vermochte,und es fehlte seinen Handlungen nicht au dankbarer Anerkennung?)Den italienischen Bischöfen sicherte er ihr von den weltlichen Großenvielfach gefährdetes und angefochtenes Besitzthum und trat der Ent-fremdung desselben entgegen. Desgleichen nahm er aber auchdie deutschen Klöster gegen die Bischöfe in Schutz, die stets danachstrebten, sie in Abhängigkeit von sich zu bringen, theils durch einallgemeines Gesetz zu Gunsten der Reichsabteien im I. 951, theilsdurch Verfügungen zu Gunsten einzelner, so für St. Maximin gegenTrier?) Stiftungen, wie die Mönchsklöster Prüm, Fulda, Hersfeld,Reichenau, oder wie die Frauenklöster Herford, Quedlinburg, Essen,Gandersheim, °) genossen daher großer Selbständigkeit; Lorsch, daslängere Zeit unter bischöflicher Leitung gestanden, Weißcnburg u. a.erhielten durch ihn die Wahlfreiheit wieder. H
*) Am besten rechtfertigw Liudprand (l.eA. e. 5) Ottos Auftreten: Lo-maunm eivitntsm äominns mens non vi aut tz'rsnniee invasit, seä at^ranni, imino t^rannornm, InAO libernvit. Könne sti'eminati äomi-nabsntur eins? et guoä Aravius, sivs turpius, norme msrstriees? WasGfrörer (Papst Gregorius Vit. B.V S. 3!6> über die Stimmung dcS deutschenHeeres berichtet, ist vollkommen Dichtung.
-) Vita lolnumis Oormens. e. 43: gno (se. Heinrioo) gloriosissimusOtto eesar, onmiuin retro praeeonia snpernns st universo orvi non minusAlorias gunin t'ruetui nntus, exortus est; 8igiberti Vita >Viederti e. I I(88. VIII, 512): Ui ns enim rex Otto, vers nä restanrnnänm rempnvlieamst rspnranäam äei neeelssialn clireetus n äso.
Bgl. oben S. 345 A. 4, 4I> A. I, 427 A. 4, Gfrörer Kirchengesch. III,1327, dessen Beispiele meist nur Bestätigungen älterer Schenkungen sind.
Vgl. oben S. 188. 494, Waitz Verf.-Gcsch. VII, 214. woselbst von denangeführten Beispielen Weistenburg zu streichen ist, s. oben S. 449 A. 1. EinenTadel sprechen die Oestn 'lüsvsror. e. 29 aus: Itein Otto snprnäietnm po-testate cle lnre eeelesia tulit et ulinin rinne äieitnr Ilorrea, gunsi snaesset, pro Llastretü lruie seelesins äelegnvit, enm nä eum nieliil per-tinusrit (oben S. 495 A. 3>.
^) In den Stistungsnrk. für Elten und Bilich werden, diese letzteren Klösterals Muster der Freiheit aufgestellt (Lacomblct Niederrhcin. Urkb. I, 79. 74),für Hilwartshausen dagegen für die Wahl der Aebtissin Herford und Ganders-heim (8tumpt' L.etn i,np. 8). Vgl. Waitz Verf.-Gcsch. VII, 266.
Für Hersfeld verfügte Otto 4. Nov. 939 (Wencl Hess. Urkb. II . 27,8t. 59): oräinntiones eis spiseopus cle Nognutln absgns mnnuseulo tsteiatet tndulns dsneäieat. lilt si in ipso monnsterio nligun äiseoräin svensrit,tune ipss abdas st monneüi äs nlio monasterio nvdntsm et spisvopnmsibi eoninnAUnt segne paeiüesnt. (jnoä si idi non possint, tune aäsinoäum nostram veniaut (vgl. S. 436 A. I), für Lorsch 29. Febr. 956