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Kaiser Otto der Große
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Ottos Gerechtigkeit.

nöthig war, sich unter der Krone zu zeigen, pflegte er sich auf diesehöhere Weihe durch ein Fasten würdig vorzubereiten. Durch Traum-gesichte, die ihm als göttliche Weisungen erschienen, ließ er sich zu-weilen in seinen Beschlüssen bestimmend)

Freundlich und huldvoll trat der Kaiser Allen entgegen, wennnicht die Strenge des Richters auf seiner Stirn thronte, und gernschenkte er aus vollen Händen. Die Gerechtigkeit aber wird als

die vorzüglichste seiner Tugenden, die Herstellung des zerrüttetenRechtes als sein höchstes Verdienst gepriesen. Seine Gerechtigkeitist ebenso sprichwörtlich geworden, wie die Karls des Großen: nochim sechzehnten Jahrhundert führten die Meistersinger den Bestandihrer Schulen auf einen Urtheilsspruch Ottos zu Pavia im I. 962zurück, wodurch sie von dem Vorwurfe der Ketzerei freigesprochenworden seien. H Als er zum erstenmale über die Alpen zog, dastellte sich ihm, so wird erzählt, ein Weib als Klägerin dar und

9 VOduIe. II s 36; Vliistmsri Olirou. tl s. 16. 17 (bei der Wahlder Bischöfe Günther von Regensbnrg 042 und Gero von Köln 069).

V9duü. II o. 36: prsstsr i'SMSS diseipliuss tsrrorsm ssmpsrioeuudus, dsudi Isi-Aus; s. 2: iuxts muuiüosutism iLgntsln; lüucsiu'. Oeg.e. 40: uuugusm psrsus; Vliistm. Olirou. II e. 18 (daraus Vnu. blsAdovur^.072): (jnsm (Heinrich von Stade) torgus ^.urso doustum esssr dimisitrsmears.

^) Küudpr. ^.ut. IV o. 14: ouius (so. Ottonis) mundi psrtss sgui-lousris st ossldus poisutis rsAuutur, sspisutis pseitiountur, rsligiousIsstsutur, iustigus iuctieü ssvsriists tsrrsuiur; 2 Ldsmi Ossts IlammsdurZ.seol. pont. II s. 3: Otto iz-itur rsx clivino t'ulius suxilio . . iustioism stiudieium populis leeit; Ilrotsvitüss Ossts Oddou. v. 1416: Xam tüitimmitis rsprovis, dlsudus guogus iustis, 8uwmo souservsns StudioIsgslis iura, > ^.sgua sstis msritis, rsddsus guogus prasmis suustis.Ossts spisovp. Osmsrss. I s. 04 ;8.8. VII, 439): tutor lidissimus, uormsiustitiss; ^äuu. ^Is^dsvuiA. 074: XsAlsets uamgus iustitis st iudieioguas tüsrsut aurea prsspsistio ssdis pstsruss (unter Otto I.); HuAvuisÖsstruotio Vsrteusis e. >3: gui (so. Otüo> IsZsm et iustioism ürmitsrsospit tsusrs per totsm Itslism; Sachs. Wcichbildrecht (sei. v. Thüngen S. 2))2Lun. ?slidsus. 935: Otto rsx . . in sxigsuds iustiois ssverus . . in tsu-tuin sutsm iustitis iussrvivit, ut dipsuuim eins iudisisrism in instliaouris iuichi uulls dies gusntumvis Isstivs iutsrseporit (88. XVI, 63).Als hart schildert ihn Äonrad von Wirzburg tOtte mit dem Barte v. 12 ff.):svvsr iüt vddsr in gststs, dsr inuosts üsu den Iij> verloru: über svvendsr sit gssvvoru von des koissrs inunds rvsrt du gsrusst ex, ssm mirmin llsrt,' dsr musste ÜASn tot xslisut, »'Sud er dsüsius milts vsut uusinsr üsuds dsuus, dagegen Rudolf von Ems (gute Gerhard v. 88 ff.): srüsrts muot üerx uuds si» mit üsissrlioüsr s>Idiüto au vrids au ZuotAsridto au xuüt, uiüt au getiusells u. s. w. Vgl. auch Dietrich von Nieheim(8süardius 8/1108« p. 260). lieber Bestrafungen unter Otto s. Wach VI,485. 480. 496.

'9 S. das Gedicht bei v. d. Hagen Minnesinger IV, 888 800 über die12 alten Meister von Pavia, das auch Papst Leo VIII. nennt, vgl. WackernagelGesch. der deutschen Literatur S. 218 A. 26, 254 A. 22.

9 ^uualista 8axo 951. 052; L.UU. kalidsus. 930 (Repganische Chron. ed.Schöne p. 32). Eine völlig fabelhafte Erzählung von der Rechtspflege Ottosenthält der Codex des Mönches Eberhard von Fulda (Oroulrs Rradit. Vuld.p. 130). Hiernach soll ein Graf Adalbert von Altenburg zwei Neffen OttosLudwig und Heinrich haben hinrichten lassen, weil sie mit seinen Töchtern Un-zucht getrieben, dafür hätte ihn Otto selbst enthaupten lassen, er aber habe zu-