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Kaiser Otto der Große
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Ottos Eigenschaften.

dessen Mutter Adelheid selbst für eine gelehrte Frau galt/) ließ ervon früh auf und mit gutem Erfolge in die Wissenschaften ein-führen./ Er zog auch gern namhafte Gelehrte in sein Reich, wieauf dem ersten italienischen Zuge den Grammatiker Gunzo von No-vara, oder an seinen Hof wie den St. Galler Ekkehart,! aber daß erselbst bei ihnen in die Lehre gegangen, nach dem Beispiel des großenKarl, ist freilich nicht nachzuweisen?)

Otto bedurfte nur wenig Schlaf und er sprach so häufig imSchlummer, daß man ihn fast für einen Wachen halten konnte;durch ein lateinisches Lied weckten ihn einst die Diener, als der Palastbrannte/) Seinen Freunden wußte er nichts abzuschlagen und be-wies ihnen ein Zutrauen, das unerschütterlich war. Selbst an dieSchuld überführter Verbrecher zu glauben, wurde ihm schwer, undmanchem erwies er nachmals solche Gnade, als ob er sich nie gegenihn versündigt hätte. Freilich hatte er diese allzu große Milde bis-weilen zu bereuen, wie das Beispiel Heinrichs und Eberhards lehrte./

I. 909 wird von den vornehmen Laicnäbtcn im Weltreiche vorausgesetzt, daßsie in der Regel nicht lesen können (lllansi Oolleotio soneil. XVIII, 271: 8itorsitan obiatus t'usrit kuinsinoäi eoäsx, rssponäskit illuä IsaiauuinXssoio litsras' . . vsl ipsain absesäariain linsain psuitus nsseiens spiri-talsin äissrstionis inoclnm tsnekit?). Von Wcndilgard dagegen, der Ge-mahlin des Grafen Udalrich vom Argengau, heißt es bei Ekkehart (88. II, 1191:sum esset litsrata. Jedenfalls zu weit gehr die Behauptung Scherers (Gesch.der deutschen Dichtung S. 5):Der deutsche Adel sprach lateinisch und verstanddie lateinisch ausgezeichneten Nolksrcchte."

') Lküskaräi Oasus 8. Oalli (88. II, 146): nam littsratissiina erat.Odilo (Lpitapk. ilräalksiäas e. lu) sagt von dem Abte Eceman von Sel;:opiein in äivinis littsris Imkers voluit assiäus prasasptorem.

^) Liskori üistoriar. III o. 67: Otto . . libsrulium littsrarurn ssientiaslarus, aäso nt i» äispntanäo ex arte et proponeret st probabiliter eou-olnäsret. Er sprach 981 mit Hugo latiaritor, waS diesem ein Bischof latini-tatis intsrpres verdolmetschte (ebd. III e. 85). lieber seine Lehrer Ekkehartvon St. Gallen s. Oasns 8. Oalli (88. II, 126) und Wolkold s. 'I'kistinariOkron. IV o. 5 (ssennclo Ottoni, eui rnagisterio prstüit). Letzterer, auchVocco genannt, war Bischof von Meißen 979993, 23. August. Vgl. Watten-bach Geschichtsquellen I, 234.

2) Volsuini Ossta abbat. iOobiens. e. 22: läävoeatur liatligrins etbabstnr intsr Palatinos pbilosopbos priinns. lieber Illrksbaräns Palatinos,den Lehrer der Herzogin Hadwig von Schwaben, s. Lkkebaräi Lasns 8. Oallia.. a. O., über Gunzo oben S. 203.

*) VViäulc. II o. 36: lllrlrsbaräi Oasus 8. Oalli (88. II, 140): Ilt ills:Xunguam oouli perspieaeiorss, I-eo mi, srant, guarn tui! Lnimvero itast äs leons legitur. Lllüskaräus ait, guia osulis apsrtis äormit. In dem>Ioäus Ottine heißt es v. 6 sf.: 8tant ministri, trsinnnt, ü timsnt äor-misntsin attin^ers, ^ st oboräaruin puls» laoto H sxoitatum salviüvant,:st äornioi nomen earmini inponskant (Mllllenhoff und Scherer DenkmälerS. 33, vgl. S. 339).

H VViänlc. II e. 36: inpriinis pistats srat siarus, vgl. o. 7: rsx, ntsrat elementissimus, o. 10: proxiwa sibi ssinpsr solitns slemsntia, v. 29:visina sibi sompsr slsmsntia, o. 25; Oontin. kegin. 939: solita sidi . .lnissrieoräia; Oinäpranäi Xnt. IV e. 15: Llanäns st rnitis patisnsguosanetis, H pestilsr, änrus rakiänsizus sasvis; OsA. s. 40: satis ubi eom-pstit missrieors, ssvsrus nbi oportst, sein per vsrs kumilis; Vita Llabtbil-äis aut. e. 6: Otto . . sstsris initior morikusgus moässtior, populo ooräs