Gesandtschaft aus Afrika. Otto nach Memlebcn.
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Udalrich. Er war plötzlich nach einem Aderlaß gestorben. Die AbteiLttobeuern, die der Kaiser ihm früher verliehen hatte, gieng jetzt anUdalrich selbst über, dem Otto sein Beileid melden ließ?)
Otto feierte in Merseburg Christi Himmelfahrt (1. Mai), dasletzte christliche Fest, welches zu begehen ihm vergönnt war, undempfieng eine Gesandtschaft ans Afrika, die ihm Geschenke darbrachte?)ohne Zweifel der Fatimiden, deren Haupt Muizz schon im I. 969dnrch seine Feldherren Aegypten nnd vorübergehend 970 auch Syrienerobert hatte. Diese Sendung hieng doch wahrscheinlich mit der Lageder sicilianischen und italischen Verhältnisse zusammen und mit deinVorrücken der deutschen Macht bis in die Nachbarschaft der saraceni-schen. Eine unmittelbar feindliche Berührung zwischen Otto und denArabern hatte unseres Wissens nicht stattgefunden, wenigstens warjener nicht selbst betheiligt, als einer seiner Vassalleu Atto, der Sohndes Markgrafen Transmund von Spoleto, einen muselmännischenAnführer Bukoboli schlug und nach Tarent verfolgte?) Der nähereZusammenhang dieses Ereignisses bleibt uns unklar.
Als Otto am 6. Mai weiter durch Thüringen ziehend nach demKloster Memleben kam, fieng er an, sich schwach zu fühlen, und eineTodesahnung ergriff ihn an demselben Orte gerade, an welchem einstsein Vater aus dem Leben geschieden war?) Am 7. Mai, dem
9 Oerbarcli Vita 8. Ouäairioi o. 24. 25. (Der Tod Adalberos erfolgteUl Dillingen saneta obäoinaäa linita, d. h. nach der Osterwoche): Imperatorautein per ounäsin nnntiuin abpatiam eoneessit et. oonsoiationsm inaAnamet muitimociain saintsm rsmanäavit. Vgl. oben S. 492 A. 4.
9 rViclnIv. III e. 76: I^ost snsoeptos ab Stiles, legatos, suin rsAiobonore et inuners visitantes seeum tseit inanore, darauf bezieht sich dieWidmung von I. II: uuaincjuam in Xirieain Xsiamgus patris tui iainpotsstas protenciatur. Aus das Vordringen der Fatimiden nach Syrien beziehtsich Thietmar (Obrem. II o. 16): Ham' 8araoeni lerusolimam tune inva-elentss nil rebgusre vietis. (Gesckenkc aus Afrika an K. Heinrich IV. erwähntBenzo von Alba, 1 e. II: Isonem cum eoinitatu mirabilium bsstiarnm,nnd die Vita Ileinriei IV iinpsr. e. l).
9 Nach Widnkind (III o. 75: superatis Oraveis vietisgns 8arraesnisnnd 8arraeenos . . armis vieisse) müßte man annchmcn, daß Otto mit denSaracenen gekänipft habe, worüber jedoch jedes Zeugnis fehlt; dagegen berichtetImpus Vrotospatar. U72 (88. V, 55): pugnavit Ttto lilins Nransamunäiinareiss enm 4V nniibus 8arraesnornm. Oaytus sornm Lueobuli vooabatnr;et vielt ä.tto onm 60 milibns suis psrssquens Xgarsnos use^ns Varsntnw.Dieser Kampf, den Amari (8toria ckei Llusubnani II, 312 r>. 3) wohl mit Rechtnur für ein unbedeutendes Gefecht hält, wird dadurch noch räthselhafter, daßdamals Pandulf der Eisenkops Markgraf von Spoleto war, auf dessen Sohnerst Transmund folgte. So erscheint Graf Atto, ein Sohn Dranslnuncii äueiset marebionis, urkundlich im I. 1017 (^luratori 88. rer. Italic. II b, 986).
9 S. Waitz Heinrich S. 179 A. 2. Die sagenreichen Xnn. kaliä. (88.XVI, 64) berichten, daß Otto, da er auf der Jagd in grenno rnilitis ent-schlummert war, temiuam arborss supersminsntem eerulea laois st vestserschienen sei, die ihm auf sein Befragen sagte: Lt'tiuxio ventris nomen mibivst et vsoi vsntrsin tuum aci tempus inkabitars, postmoäum in visesribusseptem prineipuin reoonclencla. Die sieben Fürsten (außer Burchard vonSchwaben, dem Grafen Oudalrich etwa und Hermann, der vorangieng) wüßteich nicht namhaft zu machen.