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Stiftung des Bisthums Prag !>75 oder 970. 503
brachte, sollte das letztere mit der Georgskirche verbunden werden,an die Kirche der h. Veit und Wenzel dagegen ermächtigte der Papstden Herzog die Stiftung eines neuen Bisthums für sein Volk an-zuschließen, doch solle er einen lateinisch gebildeten Geistlichen dafürbestimmen, keinen, der sich nach Art der Bulgaren des slavischenRitus bediene. Die letztere Bedingung, durch welche Johann Böhmenfür die abendländische Kirche sichern wollte, wurde später durch dieWahl des Sachsen Thietmar zum ersten Prager Bischof erfüllt, dieAusführung des Planes aber, durch welchen das Bisthum Regens-burg sein bisheriges Anrecht auf Böhmen verlieren sollte, erfordertedoch noch längere Zeit, wenn auch vielleicht in Quedlinburg davondie Rede gewesen sein mag. Erst unter der Regierung Ottos II.und zwar in dem I. 975 oder 976 fand durch den Verzicht desBischofs Wolfgang die Gründung des Prager Bisthums statt.
Früher als für Böhmen wurde für Polen, das noch keinemSprengel zugetheilt gewesen war, ein neues Bisthum begründet.
0 Rur Cosmas la. a. O., 88. IX, 19) hat uns diese Bulle bewahrt, dieder Herausgeber (u. 28. 29) im Anschlüsse an sriihere Forscher siir eine Fälschungerklärt, hauptsächlich wegen der Worte: Vvrumtumen non ssouueium ritusaut seetum liultz'uriss g'eutis vel Iiu?.iue, aut 8eluvouierre liuAuas, ssäINUKIL svgusus Institut!!, et «leeret». »postolie», uuum poeiorew toeiuseeelssiue ucl plueitum sligus in Iioo opus elsrieüm, l,»tinis »äprimelitteris eruciitum etc. Dennoch hat Wattcnbach (die slaw. Liturgie in BöhmenS. 220) die Bulle samt dieser Stelle in Schutz genommen. Auffallend bliebemir doch die Erwähnung der Russen, wenn nicht die Annahme nahe läge, daßderen Name erst später eingeschoben sei.
0 Cosmas setzt (I e. 23) die Gründung von Prag und die Weihe desSachsen Dcthmar durch den Mainzer Erzbischof schon 907, ten Tod Dethmarsso. 24) aus den 2. Jan. 969; Xuu. Prägens. s»eo. XIII, 900: Iloe annoevnstitutus «st Vrageusis episooputus; Detlimarus primus I-'ruZeusisepiseopus; 968 8»uetus Xelulvsrtus seeuiiäus VrLgsusis episeopus. EinZusatz zur Chronik Ottos von Freising I. VI o. 24 (88. XX, 240) meldetunter 907: Ivliunues pup» iueiulKst Ilolsrluo äuei Üoemius . . ut in I'r»-geusi oivitüte orcliustur seües spiseopulis. Oräiuutur itugue eouseusu etiussu Ottouis impsratoris primi Ditmurus 8»xo iu ?r»Asusem episoopum» ^Viilrelmo »rlstiiepiseopo üloguutino, doch stammt dies wörtlich aus Ekke-hards Xuetur. Xltub. 907 (88. XVII, 302). Diesen späten Zeugnissen stehtdas des Othloh gegenüber (Vita 8. Wolt'IrauAi e. 29, 88. IV, 538), wonacherst Wolsgaug unter Otto II. Regierung gegen Entschädigung in die Stiftungwilligte, und die llrk. Hcinricbs IV. vom 29. April 1080 (Oosmas Lbrouie»Iloewor. II v. 37. dt. 2882), insofern sie die Stiftung zwar auf Otto I., aberzugleich aus Bcnevict zurllckführt. Entscheidend ist neben Othloh noch eine Notizbei Wimphcling (Outalow. epise. Xrgoutiu. p. 34): (Lrekeubuläus eouseer»-vit) «um vollem (seil. ^Villigiso ülugmutino ureliispiseopo) Oietmarum kra-geusis seelosius episeopum »pull llruelrmagoll. Also zu Brnmpt im Elsaßvon Willigis, der am 25. Januar 975 Erzbischof wurde, und von Erchanbaldvon Straßburg ward Dietmar geweiht. Dazu stimmen die Xuu. I'olonor. mitden I. 974. 975. 980 (88 XIX. 610. 617). Ferner eine llrk. des ErzbischofsWilligis vom 28. April 970 (Ouclsnus (loci, äiplom. I, 353) aus Mainz:tjuapropter »uetoritute ipsius »stipulautidus guogus »ssessoridus uostrisveneruvilibus spiseopis 8pirensi Wormatisusi Vragsusi iVIoravieusi promanilesto pnrrieiäio Ko^murum ab ot'üoio et bsueüeio clsposuimus ste.Bor diesem Tage muß also Dietmar geweiht worden sein. (Vgl. auch Giese-brecht Deutsche Kaiserzeit I, 841.)