Druckschrift 
Kaiser Otto der Große
Entstehung
Seite
500
Einzelbild herunterladen
 

500

Otto in Magdeburg. Kloster Echternach.

wurde, wie es an solchen hohen Kirchenfesten Sitte war, von denBischöfen und der übrigen anwesenden Geistlichkeit in feierlichem Auf-zuge mit Kreuzen, Reliquien und Räuchergefäßen zum Morgen- undAbendgottesdienste in die Kirche geleitet. Nachdem er dann dortse^ine Aufmerksamkeit ausschließlich den göttlichen Dingen zugewendet,kehrte er unter zahlreichem Gefolge von Priestern, Herzogen undGrafen in die Pfalz zurück. Am andern Tage brachte er in Gegen-wart und unter Zustimmung der Kaiserin und seines Sohnes demh. Mauricius außerordentlich reiche Geschenke dar an Landgütern,Büchern und Schmuckgeräthen, indem er zugleich die Rechte derSchirmvögte näher feststellte. H Die Erbauung von Mauern wurdeunter ihm wenigstens begonnen. -) Otto fand die MagdeburgerKirche in fröhlichem Gedeihen und zumal die Schule daselbst hoch-angesehen durch die Wirksamkeit Oktriks, den man an Beredsamkeitmit Cicero verglich.

Eine größere Versammlung vereinigte sich ohne Zweifel auchhier wieder um den Kaiser,. wie es meist in den festlichen Zeiten zugeschehen Pflegte. Auf die Fürbitte des Grafen Sigfrid von Lützel-burg stellte Otto schon am 15. in dem Kloster Echternach, der Stif-tung des h. Willibrord, die Bcnedictinerregel wieder her, die einstabgekommen war, als Karlmann, der unglückliche Sohn .Karls desKahlen, dort einen Zufluchtsort für seine letzten Tage gefunden hatte.Dem neu eingesetzten Abte Ravenger schenkte Otto überdies die bis-

>) llnstmari Obron. a. a. O.: traäiäit postera lass inslladilia äeomunera invietissimoqns eius äusi Alanrieio in prsäiis in lidris easteroqnsapparatn regio sonürmans omnia Isgitima aävoeatornin traäisionsqnsssriptnrarnm prsssntia et Vincis inpsr-itrisis et 6Iii atqus sud omniuintsstimonio Oüristo kielsiium, daraus Xnn. Llagäsburg. 973 (88. XVI, 153).Eine Urk. darüber hat sich nicht erhalten.

2) Xnnalista 8axo tXnn. iVIagcisvnrg.) 1023: üluros stiam urdis, qno»Otto Imperator insspit, ipss pertesitfss. Osro); ebenso Oüron. Llagäsdurg.p. 288, wo es auch heißt: lis tüssauro stiam quem ad Ottone primoImperators eolieetnm sansto iVIauritio rsperit, äomnm ipsius variis orna-inentia st asäikioiis epissopii clssoravit. Dieselben Quellen erwähnen einxsnoclooüium, quocl primus Otto nupsr in villa llvtliarclestoik elista eon-stitusrat.

0 Vüietmari Oüron. III e. 8: Oum snim spiseopus et Oiitrieus num-quam oonvsnirsnt moridus, magna eonkratrum et Iiospitum, quia Magisterkuit ssolas, oatsrva dens siaborata, maluit ictsm (eorr. inäs) sxirs, quamin monastsrio permausrs; bei seinem Tode non utlnm sapisntia atquokaeunäia sidi rslinqusns similsm, vgl. IV e. 19; loü. Oanaparii VitaXäalbsrti e. 3: Ipso tempors erat Magister ssol-irnm Oetriens ,;uiäampüilosoplius, sud quo turba iuvsnnm et librorum eopia mnlta nimissreeesnts stuäio üoruerunt; Lrunonis V. /Xäalberti s 5: 8sol>8 tuneprassrat Octriou8, quiäam kaounäissimus astats illa quasi Liesro unus.suius msmorials elarum usqus nune intra 8axoniam üadstui-; quemqnantus korst, äiseipulorum kaeiss inspseta sine lingua sonat eto.ldarunter auch nach Hiietm. VI s. 26 der spätere Bischof Wigbert von Merse-burg); Rieüsri Ilistoriar. III e. 55: (juo tempors Otrieus in 8axoniainsignis Iiadsbatur sts.: Adam (II s. 10) rühmt in Bremen einen Schul-meister Tiadhelm, qui srat ex ciissipulis magni Ostrisi zisgästzurgsnsis.