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Ottos Heimkehr und Besucb in St. Gallen 972.
Königsbote?) Schon am 1. August war Otto nach Pavia zurück-gekehrt, wo er der von seinem großen Vorgänger Karl gestiftetenMarienkirche die einst vielumstrittene Abtei Chevremont bei Lüttich zumGeschenke machte?)
In der ersten Hälfte des August wurde der Rückweg über dieAlpen angetreten 3) und zwar, wie schon öfter (über den Septimerund Chur» nach dem Bodensee, dessen liebliche Ufer Otto zu mehr-tägigem Verweilen einluden. Am 14. trafen die beiden Kaiser inSt. Gallen ein, am Vorabend der Himmelfahrt Mariä, und wurden,wie bei solchen Besuchen gebräuchlich, voü dem Abte Notker, dem treff-lichen Nachfolger des gelehrten Burchard, der sich freiwillig zurückgezogen,und der Brüderschaft mit eigens zu diesem Zwecke gedichteten Lob-gesängen und festlicher Bewirthnng empfangen?) Besondere Ehrfurchtbezeugte Otto dem in hohem Älter erblindeten Oheim des Abtes,Notker Pfefferkorn, einem weitberühmtmdArzte, den er selbst geleiteteund an seiner Seite niedersitzen ließ, der jüngere Otto soll dagegenaus dem reichen Bücherschatze des Klosters sich einige Andenken aus-gewühlthaben?) Dem Stifte verblieb als Erinnerung an den letzteren
h Non. bist. patr. XIII, 1283 (8t. 511): all wonastsrio sausti Xm-brosii, nbi ckoinuus Otto st item Otto impsratorss prssrant in laubiacopats tsgss osslssis per data lieenoia clornni Xruulti arsbispissopi s.bleckiolan. scsi, in incbeio rssiclsrent ckomnus ^.ckslbsrtus marskio st soinespalasii ssu Lczuiso vassus st missus icksm iinpsratoris ack singulas cksli-beranclas intsnsionss ete. Der neueste Herausgeber will Vgiso lesen, jeden-falls doch wohl der obenerwähnte Lrixioo oder Lxxssa, wie schon Ficker ver-mutete (Forschungen zur Rechtsgesch. Italiens I, 322). lieber Adalbert s.ebd. 314.
2 ) Lacomblet. Niederrhein. Urkb. I, 68 (8t. 513): Xarolus bnpsratoruugustns . . lovum opieuckam ^.c^nisgrani, ssck vulgär! vosabulo Xbbauunsupatum guasi ab sxorckio srigsrs latagus ibsnltats ackso agrsssus estsubliinars, nt eapsllam ibicksm miri ckssars artilisü in Ironors saneteNsris . . sonstrui Ississst sts.
") Xnn. Ililckssbsiin., Oamberti 972: Locksm anno Otto senior iin-psrator ouni iuniors Ottons cke Italla perrsxit in ldransiain; "bbistmariObrou. II e. 20: bost dass subckitis sibi sunetis bostinin sunsis, arckuamXlpium transssnckit viam, Larvariarn inviskus regionsin. Nach dem urkund-lichen Jtinerare ist dieser Besuch Baierns unmöglich.
') Lbbsbarcki IV Oasus 8. Oalli (88. II, 146): parantur in ackvsntuinillorum inultimocka lauckum rossns ckietatarnm sxtsrarnmgue, nt solst,rsrain vopiosa impsnckia. Vsniunt in losnrn in vigilia asssnsionis, guaeluit in ciis sanotas ?otsntianas virginis. 8uso.ipinntur bonors quo closuit.Schon der Herausgeber, von Arx, bemerkte (n. 331, daß Ekkchart hier die Him-melfahrt Christi und Mariä verwechselt habe, da der Tag der h. Potentiana der19. Mai ist, Otto aber nach dem Zeugnis der Urk. am 14. August in sanetiOalli eosnobio sisalpino sich befand. Notker war bei Lebzeiten seines Vor-gängers Purchard am 15. Februar 971 Abt geworden, nach den ^lnn. 8angaII.niai. Daß aber Ekkehart ihn durch eine nach Speier gerichtete Abordnung desKlosters von den beiden Ottonen zum Abte erbeten werden läßt, ist mit diesemZeitpunkte völlig unvereinbar und würde nur zum I. 966 passen lOasus8. Oalli, 88. II, ,38—141). Vgl. oben S. 290 A. 2. - '
") Trotz des Einspruches von Waitz (Jahrb. 162 A. 3) kann die ErzählungEkkeharts, die allerdings einige unmögliche Nebenumstände, wie die AnwesenheitBruns und Äonrads von Lothringen, enthält, doch nur hieher gehören, wie auch