Aufenthalt der Ottouen in Rom 072.
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fahren, die er zwar verheerend durchzogen, keineswegs aber wirklicherobert hatte. Daß sein Sohn, der Gemahl der Griechin, später ausseine früheren Pläne zurückgriff und den Versuch erneuerte, sie inBesitz zu nehmen, sollte ihm wenig Segen bringen. In wie weit sichdas griechische Reich zu einer Anerkennung des römischen Kaisertitelsder Ottonen herbeilies;, vermögen wir nicht anzugeben.
Nach der Hochzeitsfeier verweilten die beiden Kaiser noch mehrereWochen in Rom, mindestens bis in den Mai hinein, doch sind unsnur wenig Spuren ihrer Thätigkeit erhalten. Im Aufträge desKönigs Lothar, vielleicht zur Verherrlichung der Hochzeit, traf um dieseZeit etwa der Reimser Archidiaconus Gerannus ein. Ihn begleiteteauf seiner Heimkehr Gerbert, Von Otto auf seinen Wunsch entlassen,um bei jenem, einem berühmten Philosophen, in die Schule zu gehen?)Als Fürbitter erscheint in den zu Rom ausgestellten Urkunden mehr-fach der Bischof Theoderich von Metz, der, durch das lange Zusam-menleben, wie durch die nahe Verwandtschaft gefördert, einen immergrößeren Einfluß auf den älteren wie auf den jüngeren Otto ge-wonnen hatte?) Auch bei dem Papste, der ihm zu manchen früherenGaben noch einige Stücke von dem Roste des h. Laurentius schenkte,stand er in hohem Ansehen, doch sagte man ihm nach, daß er überaushabsüchtig und bestechlich sei?) Dem Sophienkloster in Benevent undseinem Abte Azo, den der Kaiser als seinen sehr lieben Getreuen
p Liodsri Ilistoriur. III o. 45: Huo tsmpors 6t. Rsmousium nrodi-diuoonus in logiou olurissimus dudsbutur. ()ui otium u I.otdurio I?ruu-eoium regs sudsm tsmpostuts Ottoui rogi Itslias IsKNtus dirsotus sst.Unter dem G- hat Blldinger (Gerbcrts Stellung S. 44 A. 119) den 6sruimusurokidiuoouus vermutet, der im Mai 9?3 auf der Synode zu Tardenois mit-wirkte (illudillou ^otu suso. V, 359). Für den Zeitpunkt verweise ich auf diebeiden Bullen für Adalbero von Reims vom 23. April 972 (dutks 2883. 2884),die doch offenbar mit dieser Sendung zusammenhängen.
') V. Oeodorioi o. 16 (luvsntio suuotor.): ouiusgus oousultu pro mirusapioutius prusroZutiva ouuotu pulutiuu n^sbuutur uogotiu (vgl. obenS. 465 A. 3); Nlüstmuri Odron. III e. 9: Vuit die (so. Tdisdrious) umiousessaris (Ottonis II> st vslds si eurem.
°) Diesen Vorwurf erhebt Thietmar (a. a. O.): sui (so. Vlüsdrioo) Qui-dam, oum uv ooiiein iussu imperntoris ad muturiuum ioouluritor vsus-dioeretur: 8uoist ts, iuguid, dsus in luturo, qusm Iiio omuss non possu-INUS suro : vgl. das leidenschaftliche Schreiben des Herzogs Karl von Lothringen(6erliorti opp. od. Olleres SP. 36, p. 21—23), worül es n. a. heißt: urvsmproprium rupiuis sxüuusisti . . siusmodi missriis moutss uursos oouosr-vusti oto. Aus den rechtfertigenden Worten Alperts (Os spiso. blsttsusid.e. I, 88. IV, 699) leuchtet der üble Ruf hindurch, den Theoderich sich nachmanchen Seiten erworben hatte. In Lothringen selbst wurde er hochgeschätzt,I. Vitu Iolm»uis Olormsus. o. 46: studiorum omuium lux Imv uostruuominuudus ustuts, ot oum usui tum ornutui rsrum omuium totus uutus,muxiinus ot iuolitus pruosu) domuus supsrvsuit vsodsrious; Vitu Ivaddrouso. 32 (88. IV,483): gui (so. Doodorieus) . . liootooouputus ssouli uegotiis—usgus ouim ulitor potorut tuutuo oousuloro urdi — iutsutiouom sui uuimioireu suuotorum msmorius looosczus ooustrusudos st rsstuuraudosvertorut.
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