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Kaiser Otto der Große
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Vertrag mit dem griechischen Reiche.

An dem Hochzeitstage selbst ließ Otto seiner Braut eine urkund-liche Verschreibung über die ihr bestimmte Morgengabe ausstellen.l)Dazu sollte in Italien Istrien nebst der Grafschaft Pescara gehören,jenseit der Alpen aber Walcheren, Wicheren (bei Gent), die AbteiNyvel mit 14000 Hufen, die kaiserlichen Höfe Boppard (am Rhein),Tiel au der Waal, Herford, Tilleda und Nordhausen, das einst dieKönigin Mahthilde besessen hatte, nebst allem Zubehör zu freiesterVerfügung. Der alte Kaiser bestätigte die Schenkung seines Sohnes,die, prächtig mit Goldbuchstaben auf Purpurpergament geschrieben, sichbis jetzt noch als Denkmahl jenes frohen Festes erhalten hat. Daßein Friedensschluß mit dem griechischen Reiche der Vermählung vor-ausgieng, sei es unmittelbar, sei es schon im I. 970, ist mit Sicher-heit anzunehmen, wenn uns auch kein unmittelbares Zeugnis darübermehr vorliegt. Benevent und Capua blieben unter deutscher Oberhoheittrotz der Ansprüche, welche Nicephorus auf diese Gegenden erhobenhatte, Apulien und Calabricn aber, Neapel und Salerno wurden vonOtto dem griechischen Reiche nicht ferner streitig gemacht. In weiserSelbstbeschränkung ließ der alte Kaiser diese weit entlegenen Gebiete

0 lUlmitü 7l.uu. imp. HI, 292, OriW. Ousll) IV, 461 mit Facsimile(8t. 568, vgl. Wattenbach Schriftwcsen im Mittelalter S. 112): slüsm äilsstio-oimas Lponsas uootras ttots IsZitima msiorum mors uootrorum quasäamtarn iulra Italieos linss, quam st Vrausslpiuis rsx-nis uosti'is üabsuäa stiurs psrpstuo oouesäimus possiüsuüa, Hi8triam Italias proviueiam eumeomitatu ?i8oarias: trauo ^.Ipss piovinoiss IValaera, V^igls euiu adbatiaXlvsllas quatuoräseim milibus so psrtiueutidus mausio; impsratoriasquoqus surtv8 uostra8 propria wais8tats cliAuav, llooüdaräs, Vliisla,llsrivuräs, Oullsüs, Xortvuse, so quoä avias uostras üomuas Nalitviicüs8öwpei- ssmpvrqus au^U8tas . . tüisss äiuossitur. Bei Ilsrivurcls ist eszweifelhaft, ob darunter das westfälische Herford oder ein niederländisches Her-werden zu verstehen sei, das auch in den Osota spissop. Oamsras. III e. 19(88. Vll, 471) als HsreTvarcluo erwähnt wird.

2) Thietmar hält allerdings Calabrien für einen Theil des deutschenReiches, indem er erzählt (Oüron. III o. 12): Oalavriam a srsvra Orsoorumiusur8ious st 8arassuorum äeprsüatious ma^nam vim psrpsti osoar som-psrisu8 ets. und weiterhin (s. 13): quas <86. cluas uavs8) iuosu Va8ileiXisaplloru8 Oalavriam pstisruut solliASulli gratia trivut!; quas liestDomauo 8pesialitsr osrviat inpsrio, tamsu us aliquam a Orssi8 paeiaturmoleotiam, auri äsvitum <iuotsnm8 voluutaris psrsolvit Oouotautinopoli-tam8. Ihm widersprechen völlig die 4,uu. 8auMll. mai. 982, die von Otto II.berichten, daß er uou eoutsutus üuibuo patrio 8ui sKrsssuo sot oeeuparsOampauiam, D,uoaniam, Oalavriam, 7l.puliam st omuss ultsriorso partS8Italias uoqus acl mars 8!sulum st portum Nra8pitsm. tjua sau8a im-psrator Oouotautiuopolitanuo, 8uv euiu8 srat Vase omui8 terra impsrio ets.Daß Thietmar ungenau unterrichtet ist, liegt ans der Hand: wir werdenam richtigsten uns den Ausgang den Anerbietungen Ottos (s. oben S. 437)entsprechend denken dürfen. Ganz fabelhaft ist die Erzählung der Vuuäatiomoua8tsri! Lruuvttlar. o. 5 (benutzt von den 4.nu. Oolou. max. z. I. 975):(Otto) üt ssrtU8 a Oraseia, loauusm impsratrieis Vüsoplmuu patrsmäskunetuw aliumqus sius in looo rsASm 688S. voustitutum siviqus <leOaladria, uxorio 8uas Irasrsilitate, sououetum äsusgars tridutum. lix-ploraus intsräietiousm mittit IsAatiousm, rsspousum aeeipit, Laladriainuou Vlmopüsnu impsratrisio ssci üasrsclitatsw et äotsm 6886 oauotasarusis (Pertz Archiv XII, 156).