Entsendung Adalberts nach Magdeburg.
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Nachdem somit in Rom alles nach dem Wunsche Ottos geordnetwar, wurde Adalbert von ihm in die Heimat entlassen,H indem alsVertreter des Papstes dessen Bibliothekar, der Bischof Wido vonSilva Candida und der Cardinal Benedict ihn begleiteten, von ande-rer Seite Hatto von Mainz und Hildiward von Halberstadt?) welcherletztere selbst erst durch jenen am 21. December die lange verschobeneBischofsweihe erhielt?) Ein kaiserliches Schreiben, an die sächsischenBischöfe, Grafen und Getreuen gerichtet, gab Adalbert das Geleit undforderte alle, die es angieng, zu seiner Unterstützung auf?) Otto er-klärte darin, nachdem er die Wahl des neuen Erzbischofs gemeldetund seine feierliche Einsetzung anbefohlen, daß von ihm im Beiseinder päpstlichen Legaten Bischöfe für Merseburg, Zeiz und Meißengeweiht werden sollten. „Und weil der ehrwürdige Mann Boso sichschon viel um die Bekehrung des Slavenvolkes zu Gott abgemühthat, so soll er die Wahl zwischen der Merseburger und der Zeizer
8axoo. rsg. I, 17—19). Die völlige Unzulässigkeit dieser Actenstiicke hat Gros-seld hinlänglich dargethan <p. 48—56), zumal auch aus dem Grunde, weil sichkein Beweis für ihre Geltung erbringen läßt.
U In Dsiboitii ^uu. imp. III, 279 (8t. 459) und anderwärts steht eineUrk. Ottos vom 31. Oct., wodurch er die Abtei Weißenburg für immer mitder Magdeburger Kirche vereinigt. Obgleich dieselbe formell nichts Anstößigesdarbietet, erregt sie doch sachlich die größten Bedenken. Es heißt darin n. a.:«um beatiosimas memorias lobaooss papa . . »ostras ssreuitatis propositovirum veosrabüsi» ^.Ualbsrtnm Hamas traospositnm in primi arobi-vpiseopatus apioei» . . promoveuclo sousssrassst, »nooiis ae litsris »obisa 86 missis multimoUs rogavit, av (Isi sanetiqus Dstri . . iussu eom-mqonit. Die dem Namen Johanns hinzugefügte Bezeichnung, an der schonLeibniz Anstoß nahm, ist für einen Lebenden undenkbar, nicht minder aber wieder-holte Briese und Boten des Papstes innerhalb eines Zeitraumes von 14 Tagen kDazu kommt, daß wir von einer Zugehörigkeit Weißenbnrgs zu Magdeburgnichts wissen, daß vielmehr gerade auf die Fürsprache Adalberts (als Abtes vonWeißenburg) Otto II. diesem Kloster freie Abtswahl ohne Beschränkung unddie gleichen Rechte mit Fulda, Reichenau und Prüm einräumte (2suss i'raäit.Wmsubui'A. 318). Ich halte daher die Urk. für eine ans Grund irgend einerechten Vorlage entstandene Fälschung. Allerdings müssen dann auch die beiden,schon sonst verdächtigen Urk. Ottos II. vom 6. Jan. 975 verworfen werden, wo-durch er diese Schenkung bestätigt (8t. 638. 639).
2) Ho». äliiAUsvurA. 970: praot'atus arsbiepissopus sum IsAatis Lo-waoas aseslssias, >Vicioos soll. episeopo bibliotbsoario st Lenectioto oar-lliukUi, gui illuin sum HilUnvareio Ilalvsrstaäsosi episoopo seUi suasiutbrooi^arellt, climissus, aä impsratorom remeavit Istus; <j»em impsratorniobilvmiuus Anuilsos . . sum littsris oommoinlatioiis NagclobnrA ciesti-navit, ebenso Ostroms. blsAclsburA. p 274.
h llooalista 8axo 968: ()ui ab Ilnttoos IVloA 0 »tioo arobiopissopo . .12. Lai. lau. orUioatur (deni Tage des Apostels Thomas). In WimphelingsOataloA. episo. ilrAsotin. p. 34 wird von Erchembald von Straßburg be-richtet, er habe enm sodsm Ilclalriso (^uAnsteosi epissopo) DilUsvarUuwIlalboistettsossw geweiht. Diese beiden mögen also zur Weihnachtsfeier nachMagdeburg gekommen sein.
st Lressla» Diplom. 0 p. >3: Lt nt bso nostra slostio Lrmior st»ubnixior Lat, sum vsstras saritati cüriAimus, et nt a vobis omaibns stvoenio aselamatioos st maouum slsvatioos slsotus ouas ssäi i»tbro»i 2 sturowoimollis Ussiclsramns.
Jahrb. d. deutschen Gesch. — Dümmter. Otto der Große.
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