Druckschrift 
Kaiser Otto der Große
Entstehung
Seite
447
Einzelbild herunterladen
 

Adalbert fiir Magdeburg bestimmt.

447

wenn sie überhaupt begründet ist, schon längere Zeit vor der Ra-vennatischen Synode erfolgt, da er zu dieser Adalbert beschieden hatteund ihm bereits am 2. October für Magdeburg das westfälischeKloster Enger, Bibra (bei Eckartsberga), die Stiftung des GrafenBilling, und das Gut Bodenhausen schenkte. *) Die beiden elfterenVerleihungen wurden zu ihrer größeren Sicherung von dem jüngerenOtto in eigenen Urkunden bestätigt. 2 ) Adalbert also, ein allgemeingeachteter Mann, wissenschaftlich gebildet und vorzüglich durch seineKenntnis slavischer Sprache und Sitten für das neue Amt em-pfohlen?) auch dem Kaiser durch längeren Aufenthalt am Hofe wohl-bekannt?) wurde zu der großen Aufgabe erkoren, die neue hoffnungs-volle Schöpfung recht eigentlich erst in das Leben zu rufen und lebens-fähig zu machen.

Von Ravenna, woselbst der Kaiser noch einige Zeit verweilte, er gewährte hier u. a. dem Bischöfe Odelrich von Bergamo dieErlaubnis, einen Markt auf einer Insel anzulegen, und schenkte ihmdie ehemaligen Güter Berengars und Willas in der Grafschaft Ber-gamo ^) entsandte er Adalbert nach Rom. H Hier wurden zu

ff In den drei Urk. Ottos (8t. 449 451) wird allerdings keine Persongenannt, sondern sie werden dem Magdeburger Erzbischöfe im Allgemeinen aus-gestellt. Graf Billing, der Stifter von Bibra im Eichsfelde, ist wahrscheinlichderselbe, dessen Tod die ^uu. Oorbsisuo. 967 melden. Knochenhauer (Gesch.Thüringens S. 181 A. D u. a. bezweifeln die Schenkung von Bibra an Magde-burg, weil nach der Bulle Johanns XII. vom 25. April 963 Graf Billing dasKloster unmittelbar unter den päpstlichen Stuhl gestellt hatte (OriAA. (^uslk.IV, 556, ,1aM 2836), allein warum hätten die Ottonen nicht eine Verfügungjenes Papstes umstoßen sollen?

ff llaM Diplom. XD p. 1517 (8t. 564. 565) beide prsoiduo llilsstiarollispiosopi uostri Xllalbsrti xsrmoti. Diesen Titel konnte Adalbert nurvon Magdeburg führen.

ff Vgl. über ihn oben S. 321. Thietmar (II 0 . 14) nennt ihn iuolitumpatrsm st psr omuia provatum, vgl. III, 8, wo er seine große Wachsamkeitpreist: Joh. Canaparius (Vita 8. Xllalderti e. 3, 88. IV, 582): qui (so.4.äalbsrtU8) ad so, quoll vsrdis lloouit, moridus st vita uusquam rsossoit;4llami Dssta Illammab. sesl. pont. II s. 13: Xllalvsrtum summas saueti-tatis virum; Olirouis. lllLAäevui'A. (p. 274 sll. iAsidom): 2^.llslbsrtu8 . .die iustruotiooimuo omuium lidsralium artium soisnti», psrtsatuo llioors-tious, man8ustullius, inuoosutia, in llisbuo oui oasorllotii solsrtsr eom-misso inviAiladat Ai-SKi. lutsr sstsrao quoqus llotes Zratias . . opiritusmiouit propvstias; seine Grabschrift in den Xrm. LlaAllsv. a. 981, vgl. ebd.969: quiäam magui nominis st weriti Xllsbsrtuo; Johann XIII. schreibtihm (6oll. 8axon. re§. I, 9): Ita ts . . vita morsoqus tui Iiavtsuus illo-ueum i'sllllillsrs, ut multa tidl srsllsrs, plura stiam sommittsrs, oioutdouo llispsiwatori, non Irasoitsmuo.

S. den Oontin. RsAin. 962, Urk. des Bischofs Bernhard von Halber-stadt von 965, in der er neben andern am Hofe anwesenden Bischöfen genanntwird (v. Dsinsmann Ooll. Xnllalh. I, 34, der irrig an den Passauer denkt,da doch schon Grosfeld p. 44 n. 3 das richtige hatte).

ff Dupi Ooä. äipl. LsrZom. II, 287; DKÜsili It. oasia IV, 436 (8t.452. 453). In jener nennt Otto Ilbsrtum spiooopum Lllslsm nootrumarollisauesllarium als Fürbitter, in dieser schenkt er auf Adelheids Bitte demOdelrich prsoul uootsrqus Läsli88imu8: ilio8 MNU 808 qui tueruut äs iureLsrsuAarii st ^Vilas in eomitatu LsrAomsusi u. s. w.

°) Otto an die sächsischen Bischöfe (Lrssslau Dipl. 0 p. 13): ^.äalbsrtum