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Heiratspläne für Otto II. 067.
Betheuerung der friedlichen Absichten des westlichen Kaiserreichs solltedieser für den jungen König Otto um die Hand der PrinzessinTheophano, der Tochter Romanus II. und der Theophano, Stief-tochter mithin des regierenden Kaisers, bitten.
Mit diesem Anträge, der den Glanz des neuen Kaiserthums zuerhöhen und zugleich seine Machtstellung im unteren Italien zu kräf-tigen versprach, hieng ohne Zweifel der Entschluß zusammen, denOtto in Gemeinschaft mit dem ihm ganz ergebenen Papste faßte, denfür Deutschland bestimmten Thronfolger schon bei seinen Lebzeitenzum römischen Kaiser krönen zu lassen. Abgesehen von der größerenSicherung der Nachfolge, die hiedurch nach dem Beispiele der erstenKarolinger erreicht wurde, so mußte offenbar der junge Kaiser alsein würdigerer Bewerber um die Hand der griechischen Kaisertochtererscheinen. Papst und Kaiser schickten daher gemeinschaftlich Ein-ladungsschreiben an Otto nach Deutschland und forderten ihn auf,im. Herbste nach Italien aufzubrechen, um mit ihnen das Weihnachts-fcst in Rom zu begehen.') Dem Erzbischof Wilhelm und den übrigenReichsfürsten aber gebot der Kaiser, die erforderlichen Einleitungen zuseiner Fahrt zu treffen.")
Die Absendung dieser Briefe erfolgte wahrscheinlich erst nachdem Aufbruche von Ravenna, woselbst Otto zum letzten Male aufFürbitte des Bischofs Liudprand am 29. April für Aglei urkundete.Während der Papst sehr befriedigt über das, was er erreicht hatte,nach Rom zurückkehrte?) begab sich der Kaiser für die heiße Jahres-zeit in die kühleren Berggegenden von Toscana, in seiner Begleitungdie Kaiserin und der Pfalzgraf Otbert, der auch hier bereit sein sollte,allen, die Recht suchten, es an seiner Statt zu gewähren, wie diesnamentlich das Florakloster bei Arezzo erfuhr?) Am 24. Septemberfinden wir den Kaiser abermals in Ravenna: er schenkte hier dem
9 Contln. Regln. 067: Interim papa loliannss et imperator rsgi
Ottvni litteras iuvitatorias missruut, et, nt euin ipsis all natalem clomiui
Romas cclsdranclum t'sstinarst iusseruut.
2> 2 ^.nn. Rilclssli. 967: Ilse anno transmisit Imperator legatos suosaä 4VillilieImum arclnspiscopum st aä alias principe« eins, ut Ottonsmtilinm suum . . enm omni rsgali ciignitatc provslisrent acl Italiam, ebensoRamdsrti ann., von Thietmar (Oliron. II c. 22 vgl. c. 12) gänzlich mis-verslanden.
°) Oontin. Regln. 967: eumcjus incls Romain cum magna lactitia
remisit, ipss vero in partes Nuscias ssossslt (et Rucaniae scheint mir ein
falscher Zusatz).
9 Nom >2. Juni ist eine Gerichtssitzung des Pfalzgrafcu Otbert locusnuncupatus props montsin Vuitrnjo c>ui est in coinitatu Volatcrrancnse,udi äominus Ilotto imperator augustus prsserat mit den Bischöfen vonParma, Arezzo, Ficsole, Florenz, Volterra zu Gunsten des Floraklostcrs (Reid-nitii ä.nn. imp. III, 196); am 24. Juni machte Otto in coinitatu Rucsnssin villa qus äicitur lKarila dem Erzpricster Victor von Chur auf FürbitteAdelheids pro inmsnsa lielclitats et servicio quocl ssmpsr circa nos exidsrcnon clesistit eine Schenkung im Vintschgau und Engadin sv. Nolrr Ooä.Rliast. I, 89); 2 Urk. für die Capelle S. Maria bei Pavia sind nur imAuszuge bekannt und ohne Actum (Llabillon i4cta sauet. V, 709, 8r. 426bis 42 n).