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Kaiser Otto der Große
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393
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Schenkungen an Magdeburg.

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Wie Otto bereitwillig Hamburgs Machtstellung im Norden för-derte, so hielt er auch unverrückt an der Absicht fest, Magdeburg fürden Osten eine ähnliche Aufgabe zuzuweisen. Die Bulle freilichJohanns XII., die ihn dazu ermächtigte und welche jeden Widerspruchaus der Mitte der deutschen Kirchenhüupter zu überwinden bestimmtwar, mußte durch dessen Absetzung ihre Kraft eingebüßt haben, undwir wissen nichts von weiteren Schritten, die der Kaiser schon indiesem Sommer zur Erreichung seines Zieles gethan hätte. Er fuhraber fort, dasselbe vorzubereiten durch die reichen Vergabungen, dieer dem h. Mauritius unausgesetzt zuwandte, indem er zugleich dasAnsehen desselben durch die Üebertragung neuer Reliquien vermehrte.So erhielt das Magdeburger Stift zur Anschaffung von Kerzen undRüucherwerk den Zehnten des Tributes von den nördlichen Slaven-stämmen/) ferner mehrere königliche Städte und Burgen in der Nach-barschaft, den Zoll aus dem Gebiete zwischen der Ohre und Bode bisan den sogenannten Friedrichsweg, ?) den Königsbann in Magdeburgselbst, auch über die Juden und die andern Kaufleute, das Markt-recht daselbst nebst der Münze und dem Ertrage von Land- undWasserzöllen/) den Ertrag der Münze und des Marktes zu Geltow?)den Honigzehnten endlich von mehreren slavischen Gauen an dermittleren Elbe oberhalb der Stadt, der Spree und Mulde?) Schenkungen

9 8t. 375, vgl. oben S. 310 A. 3. Die beiden Schenkungen von Tuchheimallein und Tuchheim und Loburg haben wir oben schon S. 378 A. I; 385A. 4 angezweiselt (8t. 373. 378), echt dagegen ist die von dem königlichen Besitzezu Pechau und Gommern vom 27. Juni (Höfer Zeitschr. f. Archivk. II, 342,8t. 376).

2) Oerellen 6oä. äipl. Lranäsndurg. HI, 35, 8t. 379: ownsm tslo-nsum intra oonkinium aquarum, qus voeautur Oras st Loäs usqustsrminum, qui voeatur vm l?riäsriei (vgl. Ossta spiseopor. Laldsrstaä.,88. XXIII, 91), äanäum eum omnidus usuris vel kruotidus qui quo-quomoäo vol a navigio aävsetis vel plaustris vsl earrueis vsl quiduseunqusvsdieulis aääuotis sivs ad squitidus vsl peäitidus vel ouiusounqus moäiaut eonäitionis dominidus supsrvenisotidus allatis inoreibus aequirsnäis . .otkerimus ete.

h IliSuber Oisquisitio 1191, 8t. 380: Launum nostrs rsgie vsl im-peratoris äignitatis in urbo Nagäsdurg et opus oonstrusnäs urbi aoireumiaesntibu» illarum partium ineolis nostro regio vsl impsratorioiura äeditum . . et ns vsl luclei vsl estsri ibi wansntss nsgoeiatorssullam aliunäs nisi ad illo qui siäsm seelssle prekusrit äistrietionis . .sustinsant ete.

^) I^eudsr Oisquis. 1190, 8t. 381: msreatum in dlagaäaburg st mo-netam omnesqus tslonsi Iruotus vsl usuras ete. (wie in 8t. 379).

°) Boysen Allgem. Histor. Magazin I, 104, 8t. 391: in villa Oetliäs inoomitatu Insgo, oui Luredaräus eomss prsesss viästur pudlieam monstamesse eoneeclimus ete.

°) v. Usinemann 6oä. Xndalt. I, 32, 8t. 384: ownsm esnsum msllisnostrs iiupvriali auotoritati pertinentem in pago Xeletiei in oomitatuLilingi eomitis et in pagis qui äiountur 8iusilli st klouim totam cleei-mam mellis . . siwiliter in pagis ira nuneupatis Xieiti st 8prsrvas exntraqus kluminis parts qui clieitur 8prsn'a neonon et in Imsieiatqus Dlrooini st ex utraque parts kluminis qui äieitur ölilcla omnemäseimam msllis . . sxespto quam nos pro remeäio auimas nostrassanotis qui sunt in Lrauciendurg eoneessimus. Insuper etiam äs urdidusita nuneupatis Iliäriei, dloleornie, t,'irtouua, Lurg, Oradouua, Tuedsm,