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Kaiser Otto der Große
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Reichsversammlung zu Köln, Juni 985.

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waren, trat der alte Bischof Baldrich von Utrecht, Bruns ehemaligerLehrer, in ihre Mitte, verneigte sich vor allen und sprach über dieVersammlung den Segens) Darauf sich zur frommen Mahthildewendend, redete er sie an:Freue dich, verehrungswürdige Königin,die Gott mit solchen Gaben beehrt hat, nun siehst du deine Kinderund die Kinder derselben. Wahrlich, in dir erfüllt sich das Wortdes Psalmisten, der da sagt: Und du sollst deine Kindeskindererblicken."

An die königlichen Häupter schloß sich eine stattliche Vereinigunggeistlicher und weltlicher Großen des Reiches an.Es steht fest," sosagt ein Zeitgenosse,daß kein Ort jemals durch solchen Glanz, durchsolchen Ruhm an ibm versammelter Menschen jeglichen Geschlechtes,Alters und Ranges verherrlicht worden." Neben dem ErzbischofBrun 2) finden wir auf diesem Hoftage von Metropoliten den ReimserOdalrich, der durch seine Herkunft der lothringischen Geistlichkeit an-gehörte, und Theoderich von Trier, früher Domprobst zu Mainz, derganz kürzlich erst an die Stelle des in Italien verstorbenen Heinrichgetreten war?) von Bischöfen einige sächsische, wie Lantward vonMinden, den treuen Begleiter und Rath Ottos während seines ganzenRömerznges, Hildebald von Münster und Drogo von Osnabrück,sodann sämtliche Lothringer, den alten Baldrich, dessen wir schon ge-dachten, Wicfrid von Verdun, Gerhard von Toul, einen SchülerBruns und durch ihn erhoben?) Everacrus von Lüttich, der die

H Ebd. e. 22: Interim iutroiit opissopus Laläsrisus, gui Mit maxisterörunouis arsliispiseopi st oirmidus suput iueliuuns, rsAuism oouvsutumdsusclixit et«.

2) Am vollständigste» erfahren wir die Namen der Anwesenden aus derUrk. des Bischofs Everacrus von Lüttich für das Chorherrenstift St. Martinttllrrrtsus st Ourauä Loli. ampliss. VII, 51, tVIsusi Loli, oonoil. XVIII,189). Aus die beiden Ottonen folgt hier zuerst 8>Auum Lotliarii rsZis. DieUrk. ist vom 2. Juni, Xstum Lolonias palstio, recognosciert von LruuoArstm clsi arobisp woopus st primissriuius. Handgreiflich unecht (von Stein-dorff Os äueatus öiilinAor. oriA. p. 14 benutzt, von Wintzer Os Lillungor.äueatu p. 8 verworfen) ist dagegen Bruns angebliche Stiftungsurk. für dasKloster St. Pantaleon, ausgestellt Lolouis äis psntssostss i. I. 964 a. imp.28 poutik. uostri II (Lacomblct Urkb. des Niederrheins I, 61, dazu Ver-besserungen in Lacomblet Archiv des Niederrheins VII, 153), offenbar aufRuotger beruhend. ES heißt, sie sei Ottouis suZusti ooussosu st uuxiliorodoratum, der doch in Italien weilte, und unter den Unterschriften findensich Tiderich von Baiern, Heinrich v. Lothringen, Baldrich v. Lüttich, Hadamarv. Fulda, Bovo v. Korvci. die mit diesem Zeitpunkte unvereinbar sind. Mitdieser Urk. scheint die Nachricht der -lau. Lolonisns. max. 964 (88. XVII,749) zusammen zu hängen: Ilis iasta sunt lunäumeuta basilioas suuetiiOuntalsouis.

°) Loutiu. IIsZiu. 965: Los äsmum suuo, impsrators ad Itulirrrsclsuuts Ilsiurieo urslrispissopo Drsvsrsnsi Döioärious siusäsm sedssiasäinsouns (iustituitur); Llssta IVsveror. v. 29: Lui Hisoctsrisus sueesssit(soll. OL: vir nodilis et muAuas uuetoritatis, pruspositus bloASuoiasmaioris soslssius), vgl. die Urk. vom 29. Mai 961 (Beyer Mittelrh. Urkb.I, 267).

lieber WicfridS Nachfolge s. oben S. 339 A. 1. lieber Gerhard s. seineUrk. Vom 15. Okt. 982 (Lulmst Rist, äs Oorruins I prsuvss 389): postguum