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Kaiser Otto der Große
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Verfügungen Ottos vor San Leo 963.

Auch von Venedig aus trat man mit Otto in Verbindung: er schenkteam 26. August dem Vitalis Candianus, seinem Getreuen, den HofMnsestre in der Grafschaft Trcviso nebst einigen benachbarten Stücken,und der Aebtissin Johannia vom Zachariaskloster bekräftigte er denBesitz desselben?) Diese war die erste verstoßene Gemahlin des DogenPetrus Candianus IV., der damals wie ein Tyrann in der Stadtschaltete, jener ein Verwandter des Hauses, derselbe vermutlich, derauch später noch von Otto beschenkt wurde?) Seinem ErzkanzlerWido, den er mit dem Titel eines obersten Rathgebers schmückt, ver-lieh der Kaiser alles, was Berengars Söhne Wido und Conrad inden Grafschaften Modena und Bologna ihr eigen genannt?) Hab-sucht war die einzige Triebfeder, die ihn, wie so manche seiner Amts-brüder, auf die Seite Ottos geführt hatte. Gerichtstag wurde eben-falls vor S. Leo abgehalteu, auf welchem Witwen und Waisen undalle, die sich ungerecht bedrückt glaubten, ihre Klagen an den Kaiserselbst bringen durften und ihr Recht empsiengen?)

Von den deutschen Begleitern des Kaisers finden wir namentlichAdaldag von Bremen auch hier in seiner Umgebung. Dazu geselltesich der mit Italien wohlvertraute Bischof Udalrich von Augsburg,der schwerlich bloß deshalb erschienen sein wird, um für das schwä-bische Kloster Kempten Anerkennung des Besitzes und der freien Abts-

y Die Urk. für Vitalis Lanckianus Venetieus noster tickelis hat in demDatum nach VII Hui. eine Lücke (üluratori ^.nt. It. III, 7711, die aber wohlsicher durch 8ept. ergänzt werden darf, nach der zweiten Urk. in der loaimaaddatissa cks monasteria 8. ^aeliariao in Hindus Venetiarum vonstruetoprope palatium cks liivoalto st lodannes Presbyter et mouaedus uostertickelis als Fürbittcr auftretcn Ijeue wird hernach als loanna Lavennatisvenerabilis addatissa bezeichnet), bei Leibuiz ^.nn. iinp. III, 114. Stumpf(dir. 330) bringt jene nicht in richtiger Zeitfolge.

2 ) lodannis Ldron. Veuet. (88. VII, 25): Hui non post inultuiutsmpus naeta oceasione, maritals tdorum lodauniao uxori suae interckieens,in saneti Taedariao coeuodio monaedieam vestsm vi eam reoipers eoegit.Vilium siguickem gusm ex es daduit, Vitalem nomine, eisrieum ckvvovens,Cracksnsom xatriaredam postmockum lieri promovit. Man könnte vermuten,daß der letztere der vom Kaiser beschenkte Vitalis sei, aber es fehlt die Be-zeichnung des geistlichen Charakters, daher ist jener wohl identisch mit eineinVitalis, dem Otto am 6. Jan. 972 (8t. 501) abermals eine Schenkung vonJsola in Istrien machte, die Otto II. 17. April 977 ihm (euickam VsnetieoVital! Oanckisno nominato) abkanfte zu Gunsten des Patriarchen Rodald vonAglei (IlAdsIIi 1t. saera V, 4V, 8t. 703), während Otto III. 30. Mai 998einem Sohne Dominikus seinen Besitz bestätigte (Oomiuieo Lanckis.no MoVitalis Oanckiani, Äluratori 2^.nt. It. I, 577, 8t. 1159).

'I'iradosodi ülockena I, 129: ckonamus V6ckoni vonerabili episcopo. . omnss propristatvs vel res, c>uao per qualiaeum>us instrumenta ear-tarum odvsnerunt Wickoni czuonckam marodioni seu Loracko gui et Lonockisitur tiiiis Lsrengarii seu zVillas ipsius LsrenAarii uxoris eorumgusmatris tam in oomitatu Nutinsns! seu Lononisnsi. . .

H Vransl. 8. ^Isxanckri (8edannat Vinäsmias litsr. II, 73): sxincksmnre suorum praeckeeessorum rempudlieam, guam variis loeckatam orrori-dus repperit, miserioorckiter restauravit, daditogus eolloguio in monts8aneti I.eoius vickuis et orxdanis omnidusczue ack se venientidus ininstso^pressis leZem cksckit.