320 Otto in Regensburg 961. Poppo II. von Wirzburg.
völkerung sie mit Freuden empfimg; er selbst aber widmete demSchutzpatron der Magdeburger Kirche, den mau sich als einen Mohrenvorzustellen pflegte, von da an eine ganz besondere Verehrung.?)
Nach der Weihnachtsfeier verweilte Otto mindestens noch bisMitte Februar 061 in Regensburg. Hier bedachte er die KlösterEinsiedeln 2 ) und St. Emmeram, letzteres mit Besitzungen, die einen?vornehmen Manne Dietmar zu Bremberg durch Urtheilsspruch ent-zogen waren, ^) wahrscheinlich von dem Aufstande Liudolfs her, des-gleichen die Herzogin Judith, seine Schwägerin,?) und einen schonfrüher (954) beschenkten Geistlichen Diotpert. ^) An die Stelle desBischofs Poppo von Wirzburg, der, dem Könige besonders lieb, am14. oder 15. Februar starb, wurde sein nächster Verwandter Poppogesetzt. 0) Jener, ein Bruder des Trierer Erzbischofs Heinrich, ent-stammte einer vornehmen schwäbisch-fränkischen Familie und hattesich ein besonderes Verdienst um die Pflege der Wissenschaft dadurcherworben, daß er den gelehrten Stephan von Novara aus Italienals Lehrer an seinen Sitz berief.?)
Von Regensburg, das er zum letzten Male gesehen, zog Ottoim Frühling nach Sachsen. Zeugnis von seinem Aufenthalte gibteine in Wallhausen am 23. April ausgestellte Urkunde, durch welche
0 Johann XIII. gestattete 966 dem Erzbischof Theoderich von Trier inBezug auf das Tragen des Palliums (Beyer Mittelrh. Urkb. I, 280): Vsrumetium pro iusstimabili nmors dilestissimi lilii uostri domui Ottouis . .insupsr lurgimur . . boaticzus ülauritii soilsmpuitato, quam ipso pro-psusius sum rsAui sui tiäoliduo Isrtur sxeolsrs.
2) IZosbmsr ^.otu imp. I, 5 (8t. 277). Am 3. Febr. verlieh Otto ansBitte des Ilursbardus dux dem Kloster Einsiedeln (ioso (,ui voentur Dber-burtss - Solls) unter dem Abte Dietland Königsschutz und das Recht freierAbtSwahl.
2) 8t. 278, vgl. oben S. 243 A. 1. Otto machte die Schenkung udvistumseil, mouaskorum, gui ibidem dso ounetoqus Dmmsrummo in divinisolLoiis st opsribus bouis st sunetarum ssripturnium otudiis dsvotissimsssrviuut am 4. Februar. Vielleicht hieher gehört die von Arnold (Do 8t.Dmmsr. I s. 7, 88. IV, 552) erzählte Bewirthung Ottos in quodamwouastsrii pulutio durch den Bischof Michael (942—972), die er freilich irr-thiimlicher Weise mit der viel früher erfolgten Schenkung von Hclsendorf(8t. 86. 189) in Verbindung bringt.
0 Dsuoütsld .4litie>. Ltandsrsb. p. 101 (8t. 279) vom 11. Februar überBesitzungen im Taubergau, auf Fürbitte Poppos.
b) Dusob st IVosliok Diplom. 8D'rias I, 7 (8t. 280) vom 13. Febr. aufFürbitte Heinrichs, Judiths und Abrahams über ein Gut in pugo Ourvatiin mmistsrio Hartwigi eomitis, vgl. ebd. I, 5 (8t. 234).
6) Ooutiu. Rs^iu. 961: eui pioximus suus 1'oppo in spioooputu sue-ssssit; Obrouis. IViroib. (88. VI, 20) s. 24. 15. Xal. blar. Dobbo VViroi-
burZsugis spisoopus obüt, ssdit nun. 20 (vielmehr 19) m. 10 dies 14;Xoorol. Duld. mui. 961: Lobbo spiso. XVI Xul.54a.rt.; Xsoroi. 8. Dliobus-lis DambsrA. zu 15 Xrd. Llurt. (4aM Libliotb. V, 568); ebenso Xeoroi.8. OuIIi lSt. Galler Mitth. IX, 33) und Xitabeuss (ungedrnckt).
') Otbloui V. 8. IVollüuu^i s. 4. 5 (88. IV, 528), vgl. oben S. 282A. 6 und über Stephan Wattenbachs Geschichtsquellen I, 233.