Einladung des Papstes und der Italiener an Otto »60. 317
Dieses Vorgehen, mag es nun durch den Papst selbst veranlaßt undverschuldet worden sein oder nicht, wurde für die weitere Entwickelungder Dinge entscheidend, denn Johann XII., unstet und launenhaftwie er war, faßte den verhängnisvollen Entschluß, sich einen Retterund Beschützer gegen Berengars und Adalberts Tyrannei von jenseitder Alpen herbei zu rufen und dadurch selbst die Fremden nach Romzu ziehen, welche die weise Festigkeit seines Vaters Alberich stets fernzu halten gewußt hatte. Daß die Unzufriedenheit der Italiener mitihren Königen ihm bei diesem Vorhaben förderlich sein werde, durfteer mit Sicherheit voraussetzen.
So erschienen also als Gesandte des Papstes der Cardinal-diaconus Johann und der Geheimschreiber Azo vor dem Könige undforderten ihn auf, er möge kommen und die römische Kirche von derKnechtschaft Berengars befreien. Sie beriefen sich darauf, daß ihm,dem Nachfolger der fränkischen Könige, ein erbliches Anrecht auf denPatriciat über Rom zustande, das ihn verpflichte, der Kirche Beistandgegen ihre Unterdrücker angedeihen zu lassen.2) Mit dieser Einladungverband sich die vieler italienischer Großen, die sich theils brieflichoder durch Boten an Otto wendeten, theils, wie der Markgraf Otbert,
oanoti Ustri prasckatoria vi sidt arripsrs prasoumpnioost; lüuckpr. 1,6g.0 . 5 : Xonns (-4.ckelbertu8) oanstiooimornm axostolornm seolsoikw rapiniosxpoliavit? Ausdrücklich nennt Liudprand (Iliot. Ott. e. 4) euucksm Xcksl-bertnm selsoiarnm cksl sirmcksmczus papas lobannio psroesntorsm und sagtvon dem Papste in Bezug auf ihn: quem prius ockio vsbemsnti inosgnsbatnr,Otto aber nennt er onum osilisst sx ^.äslberti manibu8 libsratorsm. Daherheißt es in den ^.nn. Ililcksob. 961 von den päpstlichen Gesandten: st vosa-vsrunt enm liomam in ackiutorinin lobannio papas, nt mitigai'st ssvsri-tatsm ^.ckalderti rsZm, c>nam sxsreuit 8npsr monarsbiaw.
Oinckpr. List. Ott. 0 . 15. Otto selbst sagt: icksm lobannsv papaopprsssus a Ilorsngario atgns ^.ckalbsrto . . mioit nodis in Laxoniamnuntios, roAnus nt ob amorem cksi in Italiam vsnirsmuo et eeissiainsaneti Ustri as ss ipsuin sx sornm lausibua lidsrarsmua, ähnlich 0 . I,wo es heißt, daß Johannes den Johannes und Azo abschickte oupplioitsr lit-toris st rsrum siguis oran8, gnatinno . . ss 8ibic>us sommisoain sanotamUomanam solvsiain sx eoruin lansibuo liberalst, as saluti st libsrtatipristiuas restitusrst. Die Gesandten nennt auch ver Oontin. Usgin. 960:lobannss ckiavonus st ^20 ssriniarius und Benedikt (Obronio. 0 . 35, 88. III,7l"), der in ganz verwirrter Weise sie zu Gegnern des Papstes macht (bocki-biiss srat enm pontiüsss), gegen den sie Otto herbeirufen, vgl. lVnn. Hilckso-bsim. sts. 960; Vita iVIabtli. anticz. s. 13, Obronis. 8alsrnit. e. 169: slainIsAatiousm Oangobarcki liomaniczns Ottoni regi missrnnt, cznatinus venirstet regnum Italieum 8ub sua ckitions obtinsrst. Für die Zeitbestimmungläßt sich nur das Eine geltend machen, daß der Oontin. RsKin. den Tod desAbtes Geilo von Weißenburg, der am 20. Sept. erfolgte, nach dieser Gesandt-schaft berichtet. (Vgl. über dessen Tod Xssrol. I'ulck. wai., min. 960, b. LlariasUnick., lV1art)N'oI. IVsioosnbnrs., Ilosbmsr Vonteo III, 154. 157, IV,313. 454).
Vranol. 8. Unipbanii e. 1: .lck enin8 rabism rsprimsuckam IsZatioäomni apoatolisi Oetaviani, qui st lobannso, invitatnr Uomam Ottomaior . ., nt aut patrisiatn Uomanas urbis, cznas 3ibi a maioribus 8NI8oompstsbat, cksssiassrst vsl Isooio sornm rsbu8 onsenrrsrst; /lckam. OsotaIlammab. sssl. pontil. II s. 7: snm rsx . . ack libsranäam sscksm apoato-lieam voearstur in Italiam.