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Kämpfe gegen die Slaven 959—988.
geblich hatten daher die Bischöfe van Metz und Straßburg sich bereitsauf die Hinterlassenschaft des Greises Hoffnung gemacht, da diese mitihm an Lure tibergieng; die Leitung desselben vererbte er nach kaumeinem Jahre seinem Neffen Werdolf.
Die in mancherlei urkundlichen Verfügungen sich kundgebeudefriedliche Thütigkeit Ottos wurde nur durch einen neuen Feldzugin das Wendenland unterbrochen, auf welchem ein gewisser Thietmarfiel?) Weder von diesem Unternehmen — wenn damit nicht etwaüberhaupt nur der schon erzählte Zug vom vorhergehenden Jahregemeint ist - noch von einem ähnlichen, das der König im I. 960ausführte, läßt sich Richtung und Ziel genauer bestimmen, doch dürfenwir darin wohl die letzten Zuckungen des großen Aufstandes aller-nördlichen Slavenstämme von 955 erkennen, die hiedurch nieder-geschlagen wurden. Sie waren seitdem zu einem in Silber zu ent-richtenden Zins verpflichtet, von welchem Otto im I. 965 den Zehntenan das Magdeburger Morizkloster zur Anschaffung von Kerzen undRäucherwerk schenkte?) Auf diese Zeit der völligen Unterwerfungmag daher vielleicht Anwendung finden, was ein späterer Schriftstellerals Ergebnis dieser Kämpfe hinstellt?) daß durch ganz SlavienKirchen und Klöster gestiftet und das ganze Land in achtzehn Gauegetheilt wurde, die allmälich bis auf drei zum Christenthume belehrtworden seien. Auf ein bestimmtes Jahr läßt sich diese Umgestaltung,von der die Mark Hermanns von der Elbe bis zur Peene betroffenwurde, nicht zurückführen. Sie zeigt uns in großen Umrissen, wie
Niederlassung und ihren Besitz streiten, worauf Graf Hugo und seine SohneBaltram nach Lure einladen (v. -26), das Otto nach dem Nathe der aulieintgue vonsiliarii imperatoris ihm als Wohnsitz überweist so. 28). B. betratLure am 27. Oct. (959) und starb am 15. August i960), die Leitung seinemNeffen Werdolf hinterlassend (o. 29). (Vgl. Xser. Ruld. mal und min. a. 988.)
0 8l. 260—287, ans Quedlinburg vom 6. und 9., aus Walbcck vom14. April, aus Nohra (östlich von Meiningen) vom 8—12. Juni, Magdeburgvom 2. Juli und 28. August (Forsch, zur d. Gesch. XIII, 622).
2 ) I'ontin. Regin. 959: rsx iterum 8elavos invasit, udi Unetmarnsoeeiditur, 968: blödem anno rex iterum xergit in 8elavos. Da der Fort-setzer Reginas den durch Wichmanns Heimkehr veranlagten slavischen Feldzugunter 958 nicht erwähnt, so liegt allerdings die Vermutung sehr nahe, daß erdenselben unter 959 ineint.
-st Urk. vom 27. Juni 965 (Riedel Xov. eodox Rrandonburg. I, XIII,310, 8t. 375): quieguid enim . . eonsuaii iure a sutzditis nolns 8elavorumnationidus videl. Ileranis, Riemmi, Riedsre, Nolensans, ^ere^epani inargento ad pudlionm nostre maiestatis liseum persolvitur sivs nostro iuriaspieiat sive aiieni lidslinm nostroruin benelleiarium existat, dsoimamtoeius eensus illius deo sanetogue illaurieio ad eoneinnanda luwinariaIckagadeburg sive tdimiama emenduw oüerimus et donamus. Hier habenwir gerade die Stämme, mit denen 955—960 gekämpft wurde.
Xdam. Ossta Ilammaburg. soel. pont. II e. 24: Dsstis est rexOanorum, gni dodisgue superest, 8uein; enm oeeitarst 8e1avaniam indnodeviglnti pagos disxertitam esse, allirmavit nobis, adsgus tridns adedristianam lidem omnss luisse eonversos, sdieisns etiam: Roinelpes einstemxoris, Llissi^Ia, Xaeeon et 8sdoried, sud gnibus, iiugnit, pax oontinnaluit, 8elavi sub triduto sorvierunt. Von den hier genannten Namen ist unsnur der des Nacco anderweitig bekannt.