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Berengar von Kamerik. Wichmanns Heimkehr 958.
als Fremder, sowie durch rohes und gewaltthätiges Auftreten sich dieBewohner seiner Stadt völlig zu Feinden gemacht hatte. Von Kamerikdurch eine Verschwörung der Bürger ausgeschlossen, erzwang er denEintritt mit den Streitkräften, die ihm Brun gewährte, und durchden Beistand des Markgrafen Arnulf von Flandern. Den letzteren aberbetrog er um den verheißenen Lohn und an den Kamerikern rächteer sich in einem gewaltsamen Ueberfall, bei welchen: nicht einmal dieKirche St. Gery sie dagegen schützte, durch Verstümmelung anHänden und Füßen, durch Blendung oder Brandmarkung für diefrühere Widersetzlichkeit zu büßen?)
Der König brach noch im Juni in Begleitung Bruns von Kölnwieder nach Sachsen auf, um die durch Wichmanns Auftreten ent-standene Bewegung zu dämpfen?) Nach einem Kampfe gegen dieSlaven, über den Näheres durchaus nicht bekannt ist, entschloß sichWichmann endlich, dem Markgrafen Gero und dessen Sohn Sigfridsich auf Treue und Glauben zu ergeben, so daß diese ihm bei demKönige straffreie Rückkehr in die Heimat und Zurückgabe des Erb-gutes seiner Gemahlin auswirkten. Er mußte jedoch einen furcht-baren Eid schwören, daß er gegen den König und das Reich niemalsirgend etwas Feindliches in Zukunft sinnen oder thnn werde. Sowurde er in den Frieden des Reiches wieder ausgenommen und vonOtto sogar durch Verheißungen aufgemuntert.
Eine sonderbare Erscheinung, die in ganz verschiedenen Gegendendes Reiches, in Schwaben und Sachsen, wie in Lothringen und Frank-reich beobachtet wurde, erfüllte die Gemüter mit Schrecken: manglaubte nämlich auf den Kleidern vieler Leute Flecken zu bemerken,welche die Gestalt des Kreuzes nachahmten?) Man veranstaltete hie
*) lieber diese zeitlich nicht näher zu bestimmenden Vorfälle handeln dieOesta spiseop. Oamsrae. I e. 80—84, wo es von Berengar heißt: Ilic etiamtantae Isritatis sxtitisse ckicitur, ut nou moclo lingua et natione, sscketiam moribus populo suo barbarus esse vickerstur. Huanto ?tsnim regügeneris ei aspirabst auetoritas, tanto tsroeior populum saepe vsxabat . .Onocl autem tantss iulsstationes ecksbat . . boe nimirum non potiusspiscopi yuam insolsntiis snoruin eiviuin possumus imputare, guos ssmperprs leroeitats inobeckientes oinnibus suis episcopis auckivimus atque rsbsllssexistsrs; liuotger. e. 57: Lrat namc^ue in oeeickentalibus Ootliariei regniIlnibus velut inckomita barbariss.
^) Aus Paderborn vom 25. Juni ist eine Urk. für das NonnenklosterGeseke datiert ack interventum ckileete eoniugis nostre ^ckelbsickas et aman-tissimi Iratris Lrunonis arcliiepiscopi (Leibertz Urkb. I. II, 8t. 258).
Vlockoarck. 958: Otto rex bellum ackversus 8armatas babuit. Widu-kind se. 60 > spricht zuerst von dem Zuge: Ductus exsreitus contra 'Wicb-mannum tertia vice vix obtinuit und'hernach se. 6l) von einem Blutbads:lernet«, caecks barbarorum, ohne ein Treffen erwähnt zn haben. Milt ckonatuspatriae bezeichnet er später (c. 64> was Wichmann erlangte.
9 In den ^nn. tiangsll. mai. steht irrig schon zu 950: Ipso vero annoerucss apparueruut in atbis vestlmsntis, in den Oorbeiens. 959: Iloc annosignum sanctae crucis in vsstimsntis bominum et in corporilms. Auf !>58deutet dagegen Widukind <111 e. 61>: eo anno prockigiosas res apparnsruiit etc.,^.nu. ILinsickl. 958: Orncss in vestibus apparueruut, Ililckesb., (jnecklinb.;eine Inschrift auf einem Steinkreuze auf dem Trierer A.arkle ill,o»'cr J,nn.1'revir. I, 462, 88. VIII, 168 n. !6, wo das Jahr durch einen Druckfehler