Friedrich, Erzbischof von Salzburg.
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um die verworrenen Verhältnisse des seit drei Jahren verwaisten Salz-burger Metropolitansprengels endlich einmal zu ordnen, wie es ja derErzbischof von Mainz schon längst in seinem Schreiben an den Papstgefordert hatte. Angeblich mit Zustimmung des geblendeten Heroldsoll die Synode vorgegangen sein, doch möchte man daran zweifeln,da er auch später noch als Erzbischof Messe las, sogar das Palliumanlegte, und feinem Nachfolger sein Amt streitig zu machen suchte?)
Die Wahl der Versammlung aber siel auf Friedrich, den Bruder desGrafen Sigihard im Chiemgau?) einen Mann, der sich zunächst durchseinen Familienanhang als einen für den bairischen Adel willkommenenBewerber empfahl?) durch seine Treue für das Königshaus^) wiedurch seinen kirchlichen Eifer aber seine Erhebung durchaus recht-fertigte. Die Herstellung und Sicherung des einst so reichen, durchdie Ungernnoth und den Bürgerkrieg vielfach geschmälerten SalzburgerGüterbesitzes ließ er sich vorzüglich angelegen sein, nachdem er sogleichzu Ingelheim am 8 Mai die Weihe empfangen hatte. Abgeschafftwurde bei diesem Wechsel auf immer die besondere Erzkanzlerwürde fürBaiern, welche zuletzt Herold bekleidet hatte. Einflußreicher als er warbei der für ihren Sohn regierenden Herzogin Judith Bischof Abra-ham von Freising, der Nachfolger des am 19. Sept. 957 verstorbenenLantbert, ein so vertrauter Rathgeber der jungen und schönen Witwe,daß ihr Verhältnis nicht von übler Nachrede verschont blieb?)
9 S. die Bulle Johanns XII. vom Fcbr. 962 (Kleimayrn Juvavia Anh.209, llaws 2831): Do illo eseo uomins Ilorolllus, qui antsa luit episeopus,st nuue missam eantat per suaw aullaeiam, quoll ei lieitum non sst, silleineeps in tali prassuinpeions psrinansrs praesuinp>ssrit sie. Ebenso indem Schreiben Johanns XIII. vom 25. April 967 (eb. 183): llilsetioni vestrsnotuin S8SS voluinus, quoll Herolllus llullum 8al2burAensi8 seelssis arelns-piseopus contra eanouieain st apostolieam auetoritatsm nelaria pras-sumeions post 8uoruin oeulorum amissionem villsatur snnetum eslsbrarsMysterium, st, quoll rilliculuin sst, pallium ^estars solsmpnitsr.
^) Eine unechte Urk. Ottos vom 8. Juni 959 leb. 182, 8t. 264) ist aus-gestellt per intsrvsntum Vrillariei luvavensis seelssis arelriepiseopi nsenonob pstitionem Iratris sius eoinitis 8iAeinrräi, aber auch in einer Traditionheißt cs, daß Friedrich einen Tausch euin 8iAÜmrllo t'rntri suo tllesrs lls-ersvit, veluti et Iseit leb. 194). lieber seine Grafschaft vgl. Hirsch Heinrich I,43; Dümmler Piligrim S. 163.
Z S. die Bulle Johanns XIII. (Äleimayrn Juvavia S. 183): eleetionset postulseions omnium psns nodilium Ilaioariorum seiliest elsrieoruin stlaieorurn.
Urk. Ottos vom 7. Merz 979 (eb. 187): rsvsrsntissiino atqus valllssmato Vrillarieo LalxburASnsis seelssis arebispiseopo nostro, Urk. Ottos II.vom 21. Juli 976 leb. 188, 8t. 689): quamllain trallieionem . . IXillnrieo8ill2liurAensis seelssis vsn. srebispiseopo suisqus sueesssoribus in psr-petuum Iseiinus prasllieti srelriepiseopi suorumqus pnreutum kamiliari netillsli llsvoeions sxiZents, quam nobis nostrisquo anteeessoribus tiäelitsrservavsrunt. Der Papst nennt ihn (a- a. O.) viruin vensrabilem st eunetislaullavilein.
^) 'I'liietmsri Obronie. II e. 25: Hase in villuitats sua. eontinsntsrvivsns eum llabrabnm VrisinASussm episeopum pro eastsris äilip;sret,invillo vulxari llsnts allmolluin ineulpabilis llilanisdatur. Den Todestagseines Vorgängers Lantbert haben 3 Freisinger Todtenbücher (Uoslriner VoutssIV, 586. 587, Forsch, zur deutschen Gesch. XV, 164): XIII Xal. Oet. I^ant-