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Kaiser Otto der Große
Entstehung
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IV.

Uiltermrfllilg Saierns. Keßegung der Ungern nnd Slnven.Tod ßeinrilhs von Amern. Magdeburger Pläne. 955.

Selbst nach den unsäglichen Kämpfen des vorangehenden Jahresund den Verhandlungen zu Arnstadt war der volle Friede im Reichedoch noch nicht hergestellt, denn Bniern verharrte in Auflehnung. Sogarder Metropolit des Landes, Erzbischof Herold von Salzburg, den Ottozu Ende des Jahres 9ö3 noch durch Wohlthaten festzuhalten versuchthatte, war in die Reihen der Feinde übergetreten, und wenn manihm später Schuld gab, sich mit den Heiden d. h. den Ungern ineinen Bund eingelassen und ihnen aus seinem Kirchenschatze gespendetzu haben, so deutet dies darauf hin, daß er schon zur Zeit des Ungern-einfalles von 9ö4 mit Liudolf im Einvernehmen handeltet) Wahr-scheinlich am 1. Merz andre vermuten am 1. Mai ließHerzog Heinrich ihn jetzt ergreifen und verhängte ohne geistliches Gerichtüber ihn zu Mühldorf die grausame und grauenhafte Strafe derBlendung. Den nächsten Anlaß dazu bildete eine neue Erhebung

st S. das Schreiben Johanns XIII. an die Synode von Ravenna (HundNetrop. 8nlisd. ed. Oswald I, 35 : Herold wurde geblendet, so c>uodssel88M8 dei sxspoiis.vsrlt, tlissnururn pgAnnis srvAnvsrit ssssczus sisjunxsrit In süristinuornin nscsni st dsprnedntionsiii, eontin dominum stpüssimum impsrntorsm 8nuin 8eniorsm rsüsilis et intldslis sxtltsrit.

st Schreiben Wilhelms von Mainz an Agapit (,1nM Hldliotk, Ill, 348):Hui (so. üsroldus) Knlsndls Na. onptus n prrtruo nostro Usiuriso, dussLaiorlorum, sins nliezuo neeusators eanonioo sxooulntus et In oxiliuinapud 8spo,mm urbsm rslix-ntus sst. Gegen Giesebrecht, der den 1. Maianninmn (Kaiserzeit I. 827) ergänze ich lieber die Zeitbestimmung durch lUnrtii,weil der Fortsetzer Reginas a. 954 zuerst die Blendung Herolds (n Irntrs regisoneeatus sst) und dann die Einnahme RegenSbnrgs meldet. Das Jahr warnicht, wie dieser angibt, und mit ihm die ihrem Werthe nach ziemlich zweifel-haften Lxosrptn ^Itnüsnsin Schedels (88, IV, 3n). 954, noch wie die Salz-burger Annalen melden (88, IX, 77l) 956, sondern 955, wosnr außer demBriefe Wilhelms die letzteren selbst entscheiden, indem sie den Tod Heinrichs indasselbe Jahr setzen. In Seben war damals wahrscheinlich Wisund Bischof,dessen Todesjahr nicht feststeht.