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Kaiser Otto der Große
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241
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Friedrich von Mainz. Besiegung der Ukern. 241

dessen Bestrebungen uns der Schlüssel fehlt, da wir seine politischenJrrgänge nicht mit seiner den Zeitgenossen ehrwürdigen Persönlichkeitund seinem lebhaften kirchlichen Eifer zusammenreimen können.*)Den letzteren bewies er auch u. a. durch sein Bemühen, die Judenseines Sprengels zu bekehren, die Papst Leo VII. ihm zu vertreibengestattete, wenn sie hartnäckig blieben. 2) Jedo bestimmtere Andeutungüber seine eigenen Zwecke, mögen sie nun eine größere Selbständigkeitder Kirche oder was immer betroffen haben, bleibt uns vorenthalten.Die Besetzung des Mainzer Erzstuhles wurde auf die Versammlungverschoben, welche, etwa zwei Monate später als anfänglich die Absichtgewesen, um die Mitte December zu Arnstadt in Thüringen zu-sammentreten sollte.

Wahrscheinlich noch vor diesem Tage mußten die Ukern wiedergebändigt werden, die sich, kühn gemacht durch die längere Abwesen-heit des Markgrafen Gero, gegen die deutsche Herrschaft erhoben hatten.Sie wurden ruhmvoll besiegt, indem der abgesetzte Herzog Konrad,für den dies vielleicht eine Art von Verbannung sein sollte, sich hiebeian Gero anschloß. ^) Große Beute wurde heimgebracht, die Freudedurch ganz Sachsen verbreitete, und der Name des tapfern Mark-grafen war in aller Munde. In diesem Lande selbst hatte Hermannschon früher eine Erhebung der Gebrüder Wichmann und Ekbert zuunterdrücken gehabt. Jener war nämlich unter dem Vorwände einerJngdpartie der Obhut des Grafen Jbo entflohen und hatte, auf denBesitz einiger Burgen gestützt, mit seinen Genossen die Fahne desAufruhrs erhoben. Hermann aber schlug diesen rasch nieder undnöthigte seine beiden feindlichen Neffen, jenseit der Elbe bei den Slaveneine Zuflucht zu suchen.*)

In der Pfalz zu Arnstadt traten darauf die Fürsten, unterihnen auch des Königs Brüder Heinrich und Brun, zum Reichstagezusammen. ^) Erst jetzt wurde Mainz, das anderthalb Jahre wider-

*) VViäuk. III e. 41: Hinein surnrni pontitiois gui interkusrs sutisluuäubitsrn prusäiount; Laotin. Hs^in. 954; Xnn. Ililäsok., Husälinb.054: I'Htiiurieus ursliispisoopns NvAantiuesnsis soolssius obiit, vir

suinmus avstinsntius, in reÜAions sunotrr st äootrinu produtns. Vgl. obenS. 215 A 2. Albrich (Lbranisu u. 915, 88. XXIII, 764) berichtet von ihm:Ilio urolrispisaopns Vrsclerious slaustruin sunsti Vstri NoAuntis oonstruxit.

2 ) S. die Bulle Leos a. a. O. oben S. 66 A. 8. Von einem gelehrtenPriester Gerhard erbat er sich gleichfalls Auskunft über ihre Behandlung (äaMliibl. III, 338). Von dem kirchlichen Eifer Friedrichs zeugt auch eine MainzerSynode, die er zwischen 950 und 954 mit Anno von Worms und Udo vonStraßburg in Bezug auf Seelmessen und Armenpflege hielt <ebd 344).

IVicluk. III 0 . 42: ourn si prussirlio vssst äux Oonruäus u rsASmissus, doch schwerlich nach dem Tage von Arnstadt; e. 54: 6ksrc> äsniqus . .iain turnen mugnnn uo eslsbris udirzus prusäiouvutur, so guoä 8iuvos guilliountur Ilokri ouin muZnu tzlariu vspissst.

*) Ebd. 0 . 50: Inäustriu uutsin üuois Hsrimunni luoils sos opprsssitIrans ^Iviaincsus eosAit.

Den Tag ergeben die ^Inn. ^.uA. 954: lüo-Ism voro unno sgo Willi-Iislmns . . loeo eins vom sonsensu vlsri et popuii siusclsin sanetas ssäisXVI Kal. lanuarii, ipsogus 6is pass intsr rsAem Ottonein st LliumJahrd. d. deutschen Gesch. Dümmler, Otto der Große. 16