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Kaiser Otto der Große
Entstehung
Seite
238
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2ZF Belagerung von Roßstall und Regensburg 954.

den Frieden und die Eintracht zu fördern. In der That bemühteer sich sodann, zu Gnaden wieder ausgenommen, mit Konrad zu-sammen, Liudolf zur Unterwerfung unter den Willen des Vaters zuvermögen. Da ihnen dies nicht gelang, so sagten sie sich von ihmlos und Konrad lehrte zur Treue gegen den König zurück,') der dieweitere Entscheidung über sein Loos wohl einer allgemeinen Ver-einigung vorbehielt.

In der folgenden Nacht brach Liudolf, dem jetzt nur Baiern undSchwaben noch übrig blieb, mit den Seinigen von Langenzenn aufund zog mit ganzer Macht nach Regensburg. Der Vater folgte ihmund griff unterwegs die Feste Horsedal, jetzt Roßstall, am rechtenUfer der Bibart an. Eilt Streit entspann sich hier, so hart, wiekein härterer je um Mauern tobte. Nachdem viele auf beiden Seitengetödtet, noch mehr verwundet worden, trennte erst die Nacht dasGefecht. Am andern Morgen zog man weiter gen Regensburg, dasin drei Tagemärschen erreicht wurde.") Von ihrem verschanzten Lageraus versuchten die Königlichen, das Sturmgeräth an die Mauern zubringen, aber sie stießen auf einen allzustarkcn Widerstand und be-gnügten sich mit der Einschließung.

Da versuchte man, um nicht dem Hunger zur Beute zu werden,nach manchen früheren Gefechten vor den Mauern einen wohldurch-dachten Doppelangriff. Die Reiterei sollte zum westlichen Thore aus-brechend die königlichen Truppen zum Kampfe aus dem Lager locken,inzwischen ein Theil der Besatzung auf der Donau zu Schiffe nachder verlassenen Lagerstätte fahren und diese überrumpeln. Auf einZeichen der Glocke sammelten sich die Städter und das Unternehmengieng von statten, allein, da die Reiter zu lange'mit ihrem Ausfällezögerten, so fanden die Schiffsmannschaften das Lager vollständigbesetzt und suchten ihr Heil in eiliger Flucht. Nur wenigen aberglückte es, zu entkommen, denn theils wurden sie umringt und nieder-gehauen, thcils stürzten sie sich in den Fluß oder ertranken, indemdie überladenen Fahrzeuge umschlugen. Die Reiter erlitten inzwischengleichfalls eine Niederlage und wurden, viele mit Wunden, in dieStadt zurückgejagt, während auf königlicher Seite nur ein einzigerMann gefallen sein soll. Endlich gelang es noch dem Herzog Hein-rich, der den König begleitete, das gesamte Stadtvieh auf einer Weidezwischen Regen und Donau abzufangen und es unter seine Gefährtenzu theilen.

Die Städter, durch häufige Gefechte aufgerieben, durch Hunger

IViäuIe. III L. 33: äisessssrunt ab so äso regigus sess inngevtss."j Eb. s. 34: nrbsin oü'snäsns guas äisitnr Ilorsaäal obssclit Sam;o. 35: IHts, autsm xugna äurius osrtamsn eiroa rnnrnin nemo ninguamviäsrat inortalium eto.; ^.nn. Iliiässb., tjuscilinb., Hindert! 953: lioäeinanno obsessa Nogontia et liossaäal eastslluin laetaqus est in ilto loeomagna pngn».

"s IViciuü. o. 36: I'rinni äieruin itiner proinäs act llainesburg. Nmhier sind ausiührlichcre Nachrichten über diese Belagerung, die gegen Ende Junibegonnen haben muß.