Druckschrift 
Kaiser Otto der Große
Entstehung
Seite
236
Einzelbild herunterladen
 

236

Beruhigung Lothringens.

bis zum 16. Juni zu weiterer Verhandlung zu Stande.') Auch inLothringen, das durch die gegenseitigen Verheerungen der Parteienganz besonders schwer gelitten hatte, besserte sich die Lage, nachdemes bereits so weit gekommen, daß selbst Brunos Treue durch un-günstige Gerüchte verdächtigt wurdet) und er um den mächtigenReginar mit seinem Anhänge sich geneigt zu erhalten und ihn nichtauf Konrads Seite zu treiben, sogar seinen Schützling Rather hattefallen lassen. Dafür, daß er den Lüttichern ihren Willen that undihnen Baldrich als Bischof ließ, mußten sie wenigstens zu unverbrüch-licher Treue gegen den König sich verpflichten. Im Bliesgau beiRümlingen (zwischen Bitsch und Saargemünd) trat ihm noch einmalKonrad mit einem lothringischen Heere entgegen, mit welchem er auchdas ihm feindliche Kloster Gorze bedroht hatte, aber das Aeußerstewurde doch glücklich vermieden und der für Baiern geschlosseneStillstand erstreckte sich auch aus den Westen.

i) VViäule. III o. 31: Loiogrü oivili sxeroitu sxtsrnoqus IgtiZati —ngm IInAgrüs SArsssis sxsreitu rsggü preinuntur — eoaoti sunt cks pg.estrgetnrs.

-) Ddistwgri 6dron. II e. 15: Ilio post iniguoruin, qugrnvis sg-pisntissirnus sssst, eonsilio ckspravatus, pro dono ingluin i'SAi suiinstAsrmgnogus rsstitusrs rnsckitgtur. Er erzählt dann, wie Bruno einst demSchwiegersöhne des Königs Hugo (vielmehr Kuno) die Krone habe aufsctzcnwollen, wie er es aber' bei Zeiten bereut und unterlassen habe, kost Vaseeonlrgtres, rsx ingugin st spiseopus, rseoueiligti inviesnngus pistgtis stückigpsrssvsrgntss. Eine verworrene Erinnerung an westsränkische Händel scheinthiebei mitzuspielen, wie bereits der Herausgeber der V. Lrunonis gltsrg e. 11,88. IV, 277 u. 33 erkannte, die Erzählung selbst halte ich sür rein erdichtet,trotz Maurenbrecher (Sybels Histor. Zcitschr. V. 153), vgl. namentlich auchDierauer in Büdingers Untersuch, zur mittl. Gesch. II, 8.

3) IIuotAsr. o( 38: Obstrieti sunt saergmsntoruin käs spoutunsi, utsi aoeipsro lnsrsrsntur spiseopuin czusin pstsdant, inviotg oxincis krinitgtsgustoritntsm gsselssigs st ins impsrgtorium tusrentur.

') Lontin. ItsAin. 854: In socism anno (Iduonrackns ckux ouin üotiig-riensidus cluos Urun gredispiseopo in ülsssnsi pggo gpuck vUIgin liiini-linAg eongrsssurus srst; ssck in ultiino, quig eontrg regeln srgt, äsovolents ns 6srst, rsmgnsbgt. Der Fortsetzer Reginos setzt diese Begebenheitzwar vor den Ungerneinfall (worin ihm E. Meyer Ds ürunons p. 18 gefolgtist), aber' er erzählt hier auch andre viel spätere Ereignisse viel zu früh.Nuotger (e. 24> bezeugt ausdrücklich, daß Konrae auch nach demselben noch inder Feindschaft gegen Brun beharrte: Dt postsg gliezugntulum tswporis indas eucksni gug ckucknin srgt imnignitgts peringusit. Xckril rslilguit in-tsinptgturn u s. w. Ebenso sagt Flodoard nach dem Ungernzuge: üotlm-risnsss tgm Llionrgcki ckuois inlsstationidus gnuw inutuis intsr ss äspras-ckationibus Igosruutur. Noch deutlicher Johann von Gorze (bürge. 8. (lor-Aonii e. 201: ksesckentidus Ulis (so. Ilunggriis) . . tsrtio sxsroituin suumornnsin gckungri Isoit, ut supsr nos rspsnts inseiis nodis irrusrst. ljuiguotiss vespsri tglig vicksdgt, ut sins ounotgtions äiluoulo nos obsickeuckosnosssnt, vsnisnts wLns aerior illuw gckeo vurg oosrosbgt, ut lunckitusnostri odüvisesrstur. Auf jenes Zusammentreffen könnten die Worte Ruotgers(o. 25) gehen: Dt rsvsrg o^uos nullg umquain geiss, nullg inüsxit gspsritgs,dos duius viri pistas iinveUss st timickos Igoisbut. Ganz zu verwerfen istdie Versetzung dieser Vorfälle in das I. 855, welche Vogel (Ratherius S- 191)unter dem Widerspruche Giesebrechts (Kaiserzeit I, 826) versucht hat. DieOsstor. gbdgt. Druckon. Ooutin, III kgrs 1 o. 8 (88. X, 378) läßt irrig