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Kaiser Otto der Große
Entstehung
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227
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Weihe des Bischofs Ratherius und Brunos. Konrad in Metz. 227

Kirchenhirten wurde gerade hier dadurch erweitert, daß Bruno anStelle des am 28. August verstorbenen Farabert^) den vertriebenenRatherius von Verona zum Bischöfe von Lüttich wählen ließ?) Sowurde diesem vielgeprüften Gelehrten, der sich als Hofphilosophdurch sein reiches Wissen die Gunst Brunos erworben hatte, ein Ersatzfür die getäuschten Hoffnungen gewährt, die sich ihm einst an OttosZug über die Alpen knüpften. Von Achen gieng Bruno nach seinemSitze Köln und empfieng hier am Sonntag den 25. September unterallgemeinem Jubel Weihe und Salbung. Gleiches ward darauf demneu gewählten Lütticher Bischöfe zu Theil. Mit unermüdlicher Thätig-keit, allen ein Beispiel, widmete sich hierauf der Erzbischof seinemschwierigen Doppelam'te; unbekümmert auch um die Übeln Nachredenderer, die das Unpassende dieser Vereinigung tadelten?) wußte er sieam besten durch den Erfolg zu widerlegen. Neben und unter ihmfinden wir einen ihm persönlich vertrauten Mann Gotfrid ebenfallsmit dem Herzogstitel geschmückt?) doch läßt sich eine andere Thätig-keit als die Führung des lothringischen Aufgebotes auf der Romfahrtfür ihn nicht Nachweisen.

Konrad inzwischen, nachdem er in Mainz eine Besatzung zurück-gelassen, wandte sich gegen den, dessen Abfall ihn am meisten ver-drossen zu haben scheint, gegen den Bischof Adalbero. Mit List gelanges ihm, sich in seinen Sitz, die reiche Stadt Metz, einzuschleichen?)die durch eine ziemlich schwere Plünderung für die Parteistellung ihresBischofs büßen mußte. Auf Mahnung des in großem Ansehen stehen-den Abtes Eginold von Gorze, der als Wiederhersteller der strengenBenediktinerregel in Lothringen weitreichenden Einfluß gewonnen hatte,

') ^nn. Uobisna. 953; über den Todestag 88. VII, 201 r>. 98.

2) Duotger. s. 38: innAna sina inüuatria; Oatüsr. I. 1: intsrvsntnIratrw sina llrunonis arsüipras8uli8 atgus patratu.

v) linotgsri V. Ilrun. s. 23; IViüullinä. I s. 31: ns gnis suin

eulpadilsin aupsr dos üixsrit, suin 8amuüslsin aanstuin st alioa plnrsaaaesrävtss xgritsr IsANinna st iuälsss.

S. die Itrk. Brunos für Stavelot: ^ota ount Nuss pudlios ^gu>8stulutio clis II Uni. )dlov. rsZnants reAS Ottsns kratrs nv8tro anno 18.doüskriüo äuos (Nartsns Ooll. II, 47), für deren Unechtheit mir die vonE. Meyer (Os Ilrunons x. 33) beigebrachten Gründe nicht genügen, weildas anstößige st estsroruin und st nnUwruin von dem Abschreiber herrllhrenkann. Mit dem Titel äux wird Godfrid z. I. 964 außerdem genannt in dem6ontin. Ilkg'in. 964 (cinx Ootüarisn8i3>, ^.nn. Hilüsov., OuscUinv. 963,IIuotAsri V. Ilrunonia o. 41, aber auch in einer erst nach seinem Tode aus-gestellten Urk. Ottos vom 2. Juni 965 (öoeümsr ^.eta iinp. 8, 8t. 369).Jafchkerski (Godfried der Bart. S. II A. 1) hält ihn für den Grafen im Jülich-gau, der 962 urkundlich erwähnt wird (Lacomblet Urkb. des Niederrh- I, 60)und widerlegt (S. 9 A. 5) die irrigen Aufstellungen Meyers iiber seine Herkunft.An seiner herzoglichen Stellung hält gegen Meyers Widerspruch Waitz (Verf.Gesch.V, 75 A. 3; VII, 99 A. 3,'fest.

5) Oloüoaräi anu. 953 : guain Msttensenr urdsrn) inox tnrtiva psrvaciitirrsptions; LuotAsr. s. 24: ita nt Nsttim, nrvein opulsntwaiinam, Uoloinvaäsrst; Orunonia Vita. 8t. L. 9. Metz war schon damals, seit BischofRobert (Ossta spiseop. Llstt. o. 43), eine feste Stadt, Johann von Gorze(bliras. 8. OorAsnii s. 20) spricht von den ssptionibua innroruin Nsttsnainm,das St. Arnnlfskloster wurde eben ummauert.

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