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Verhandlungen mit den Empörern vor Mainz.
Ekbert, ein Vetter des Königs, als Geisel in die Stadt geliefert r)und denen, die zu ihrer Rechtfertigung in das Lager kommen wollten,freies Geleit zugesichert wurde. Liudolf und Konrad folgten beidedieser Aufforderung, warfen sich im Lager dem Könige zu Füßen underklärten sich bereit, für ihr Vergehen'alles zu erdulden, wenn nurihre Freunde und Genossen, die sich ihnen anvertraut, frei ausgiengen.Otto aber, der nicht wußte, wie er an seinem Sohne eine Strafevollftrecken könne, forderte gerade die Auslieferung ihrer Anhänger?)die jene, durch gegenseitige Eidschwüre mit ihnen verbunden, verweigernmußten.
In diese Verhandlungen griff auch Bruno ein, indem er seinenNeffen Liudolf bei Seite zog und unter vier Augen die eindringlichstenWorte an ihn richtete?) Bei der Liebe zu seinem Vater, der ihmvon Kindesbeinen an alles Gute erwiesen, beschwor er ihn, nichtlänger den Verführern sein Ohr zu leihen und nicht Absalon, sondernSalomon sich zum Vorbilde zu nehmen. Liudolf hörte ihn zwar ausEhrerbietung ruhig an, aber sein Inneres vermochte Bruno nicht zuwandeln, zumal da Konrad ihn noch mehr stachelte. So blieb dieFreude, welche die Ankunft der beiden Häupter als sicheres Vorzeichender Versöhnung durch das ganze Lager verbreitet hatte, eine eitle.Als sie fortfuhren, dem königlichen Gebote zu widerstreben, fachteHeinrich durch höhnende und herausfordernde Reden, wie er sie liebte,den Zorn von neuem an. Er schalt Liudolf einen Anmaßer desReiches?) der mit Konrad zusammen schon Pläne zur Theilung desselbengemacht habe. Wenn er, Heinrich, der schuldige Theil sei, so möge erdoch gegen ihn sich wenden, aber nicht eines Halmes Werth — sosagte er, indem er einen Grashalm vom Boden pflückte — würde erihm, wenn er es wollte, von dem Seinigen zu entreißen vermögen.Ohne Antwort kehrte Liudolf in die Stadt zurück.
So war abermals durch Heinrichs bösen Willen die letzte Aus-sicht auf friedliche Beilegung des unseligen Streites zerstört. Nur
*) Wicind. III e. 18. 19: oonsodrinns i-sgis Dodsrdtns; in den ^.nn.Huscklind. 955: tiiius niatertorne eins L^bertus. Ueber seine Abknnft vonWichmann I' und Frideruna s. Wilmans Kaiserurk. der Provinz Westfalen I,424. Idiotin. II e. 3: elsetis ex utrngus parts obsickibus; Iluotgsr. e.18: aevepts. ücks per odsiäes.
2) IVickud. III e. 18: Ilex nutsin non invenisns, guoinoäo ineritasposnas Li io intdi'i'Lt, lantoros insickiainni sxpostuiat. Flodoard erwähntnur Konrad im Lager.
2 ) RnotZer e. 18: sänetum, nt korunt, äs tuida, oeorsuni ita alloeutusest. Die nachfolgende Rede scheint wesentlich (auch nach Giesebrecht Kaiserzeit1, 826) ein Kunstproduct Ruotgers zu sein, wie ihre rhetorischen Wendungenbeweisen, z. B.: Urne ootticünnos oinAuitns, exxaveoes krsguentss ASinitus,dorrsses laerirnas patris tni. Dahin gehört auch der Ausdruck: dion rsspieisdonoranäain pii Asnitoris tut eauitisni, der auf einen Mann von 41 Jahren,wie es Otto damals war, schwerlich paßt.
? IVicknlr. III o. 18: sees ownio exsreitns usurjiatoisin to i-gAni in-vasorennzns novit, vgl. Ruotgsr. o. 19: stiain parta, nt ipsi iaotadant,ckivitiarnm et rsAni Aioria.