Bruno Erzkanzler. Kirchweihe zu Minden.
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vernehmen gezeigt hatte, aber auch ihm erwuchs aus der kurzenHerrschaft über Italien eine Nachwirkung, die schwerlich seinen Wün-schen entsprach. War Bruno, des Königs Bruder und rechte Hand,anfänglich nur für Welschland zum Erzkanzler ernannt worden, sokonnte dies in der gleichen Trennung Lothringens und Baierns seineRechtfertigung finden, allein auch nach der Heimkehr behielt Brunodiese Würde und übte sie nun zur Verkürzung Friedrichs ohne unter-scheidbare Grenzen mit diesem abwechselnd aus, um sie bald alleinzu übernehmen.') Ohne Störung des Friedens gieng indessen dasJahr zu Ende, dessen letzte Monate der König zum Theil in Sachsenverlebte, 2) bis er sich zur Weihnachtsfeier nach Frankfurt begab.
In Minden wurde durch den Bischof Helmward unter Mit-wirkung der Bischöfe von Münster und Osnabrück die neu erbauteDomkirche zu Ehren der Heiligen Gorgonius, Laurentius und Alexan-der eingeweiht, nachdem fünf Jahre zuvor die Stadt durch Feuers-brunst verwüstet worden.'') Durch den Anspruch der Kirche vonMinden, einen Theil der Reliquien des h. Gorgonius zu besitzen,fühlte sich nachmals das Kloster Gorze sehr beunruhigt, da es durchden Bischof Chrodegang von Metz den Leib desselben vollständig zuhaben glaubte, vermochte jedoch die entstandenen Zweifel nicht ganzzu heben.
Das Unwetter, welches sich seit Jahr und Tag langsam zu-sammengezogen, sollte endlich zum verheerenden Ausbruche gelangen,um auf lange Zeit allen Frieden hinwegzuscheuchen und Raub, Mord
') Von Ottos Urk. nach der Rückkehr aus Italien bis zu Brunos Er-hebung auf den erzbischöflichen Stuhl sind sä viosrn Vriäorioi srelnespellsniausgestellt 8t. 213 (unecht). 218. 220. 221. 223, sä villsin krunonis srelii-ospsllsui 8t. 208—210. 212. 216. 217. 219. 224—226, vgl. Vits. lok. dorr.0 . 116: sigus impsiisliui» cksts pioviutis littorsruni. Giesebrecht (I, 323)läßt irriger Weise Brun schon 940 Erzkaplan werden.
2 ) Otto urkundete am 15. October zu Frose, am 26. zu Wallhausen(8t. 218. 219).
2 ) Ooutin. Rsßin. 953: rsx nstslsm ckomini Visooonokurä oelsdrsvit.Nur hieher würde dem Actum nach eine am 30. Dec. zu Frankfurt für dasMorizkloster ausgestellte Urk. passen (,1sM Oiploinsts XI, p. 6, 8t. 232), dienoch sä viconi Vriäoriei srelüosp. unterfertigt ist. Die Unechtheit des an-geblichen Originales aber ergibt sich theils aus den widersprechenden Daten,theils aus der Erwähnung Edgiths als einer lebenden. Die der Fälschung zuGrunde liegende echte Urk. vom 28. Aug. 959 in den Forsch, zur deutschenGesch. XII, 622.
') IwrUsooli Obronio. opiso. Niuäsns. (lUliuitii 88. ror. Lruusvie.II, 165), ohne Tag. Helmward, der Nachfolger des Ebergis, starb 12. oder14. Febr. 958 (Xeoröl. Ilslbsrstsä., Neue Mittheil. VIII a, 61); Lsriiusun.XuZ. Oüron. 949 (88. V, 1I4>: Llirmiäous igns eousuwitur.
6) ölirsonls 8. Gorgonii e. 13: Vsins volsns papulös ssrmouorsplsbst, quoä ssnatus Oorgouius Irio iniuinnz totus Isvsrstur, soll potiusultrs libsuum in spisoopio suo uomius äsosutissims insiAuito woäistssbsbsrotur sto. (unter Adalbero 929—962) vgl. den Brief des Bischofs Milo(969 — 996) an die Gorzer, Nsbillon Xots ssnot. ssso. Illd, 204. Milowidmete dem h. Gorgonius ein prachtvolles Plenarium (lUVnitü 88. II, 167).
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