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Kaiser Otto der Große
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Konrad in Westfrancien 952.

lich erweitert, vollauf zufrieden zu sein. Um so tiefer mußte Liudolfsich gekränkt fühlen, dessen Herzogthum Schwaben ebenso nahe anItalien grenzte, wie Baiern, und dem sein thatenlustiges Vordringenüber die Alpen nicht das geringste eingetragen hatte. Noch aberbändigte er seinen Unwillen und wir sehen ihn gerade in Augsburgin freundlichem Verkehre mit seinem Vater, der eine Schenkung andas Kloster Einsiedeln ihm bestätigte.

Konrad hatte nach der Magdeburger Zusammenkunft mit einigenlothringischen Vassallen einen Zug in das westfränkische Gebiet unter-nommen und mit dem Grafen Hugo im Bunde eine an der Marnebei Mareuil von dem Grafen Ragenald errichtete Feste mit Be-lagerungsmaschinen eingenommen und verbrannt. Die Besatzungmußte sich Konrad ergeben:*) sie bestand aus Leuten des ErzbischofsArtold. Sofort nach dem Abzüge der beiden Fürsten stellte KönigLudwig mit Artold und Ragenald die zerstörte Befestigung wiederher und besetzte sie von neuem. Gegen ihn also hatte Konrad dies-mal Partei ergriffen, doch waren die ausgebrochenen Mishelligkeitennicht von Dauer, da unter Vermittlung der Königin Gerberga sichschon zu Anfang des folgenden Jahres die beiden Schwäger, ^ Ludwigund Hugo, mit einander aussöhnten und als Freunde zusammen-kamen. Wir sehen in diesen Händeln wiederum Konrad als Stell-vertreter seines Königs für Westfrancien. So trat er auch für denErzbischof Artold von Reims als Fürsprecher auf, da dieser zu Bod-feld am Harz (am 9. Sept.) durch den Abt Hinkmar vom Remigius-kloster um die Bestätigung einer Besitzung der Reimser Kirche, desKlosters zu Kusel, ersuchte, die der Herzog früher selbst unter seineObhut genommen hatte. Der plötzliche Tod seines Vassallen Ragim-bald, dem er sie anvertraut und der die Bauern hart bedrückt hatte,bewog ihn, dem heil. Remigius freiwillig das Seinige zurückzugeben.Noch war das Verhältnis Konrads zu seinem königlichen Schwieger-vater ein äußerlich ungetrübtes.

Das gleiche gilt von dem Erzbischöfe Friedrich von Mainz, mitdem Otto gerade auf der Augsburger Synode sich im besten Ein-

>) RIoäoaräi nun. 952: bis gui intus eraut öäsm Obouracki

sgrsssis.

2) Id. 953: RIadtum ergo eoueoräias av pads rsx 6t Hugo msckiautsguackragesima iuisre Kusssionis.

ch Rouguet IX, 384 (8t. 217): Ouius (sc. Riuemari) Isgatioui dementernnnuentes et benigne super bae re Oouraäi ckueis nostri Petitionen:susdpientes. Artold hatte die Besitzungen im Wasgau Oosla et KIsni(d. i. Kusel und Altenglan) ckuckum Oooracko clud eomnnserat, der sie seinemVassallen Nagimbald anvertraute (vgl. oben S. 189 A. I). Dieser wurde sitrseine Bedrückungen gegen die Bauern durch ein göttliches Strafgericht heim-gesucht: guo eomperto ckux Oourackus nimium territus 8. Remigiuinveuit eigne re« ipsas reckckickit, guas praesul prasmissus T^rtoläus Rinomaroabbati ae easteris monavbis supplemsntum vietus attribuit (RIockoaräiRist. Rem. eed. I e. 20). Die Zurückgabe durch Conrad fand offenbar aus- diesem Zuge 952 statt und es bestimmt sich dadurch die Abfassungszeit vonFlodoards Reimser Geschichte, da er seine Erzählung mit den Worten einleitet:Hucke eontigit borno etc.