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Kaiser Otto der Große
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Reichstag zu Frauifurt, Hugo in Achen.

Zweitens ward bestimmt, daß königliche Abteien mit freiemWahlrecht weder einem andern Kloster noch irgend Jemand solltenunterworfen werden können. Wofern sie dagegen des Wahlrechtesermangelten, so könnten sie durch königliche Verleihung einem andernder unter unmittelbarem Schutze des Königs stehenden Klöster unter-geben werden. Diese Bestimmung richtete ihre Spitze vorzüglich widerdie Bischöfe, die, wie damals Robert von Trier die Abtei St. Maxi-min bedrohte/) stets danach trachteten, die Klöster aus Eigennutz ihrerSelbständigkeit zu berauben und unter ihre Leitung zu bringen, daherein häufiger kleiner Krieg zwischen Bischöfen und Aebten, in welchemder König Schiedsrichter war.

Neue Zwistigkeiten waren indessen zwischen Ludwig und Hugoausgebrochen, in welche Otto abermals als Vermittler eingreifenmußte. Der lothringische Graf Friedrich, ein Bruder des BischofsAdalbero von Metz, mit einer Tochter Hugos verlobt?) der seinenSitz zu Bar am Ornain auf dem Boden der Touler Kirche aufge-schlagen, erbaute ohne Erlaubnis des Königs unweit davon, schon aufwestfrünkischem Gebiete, zu Fains.eine Burg, von der aus er Brand-schatzungen in der Umgegend ausübte?) Ludwig, der inzwischen krankgelegen, eilte, seine Klagen durch eine Gesandtschaft an Otto gelangenzu lassen, und dieser lud Hugo ein, auf Ostern (30. Merz) selbstbei ihm in Achen zu erscheinen. Der Herzog sandte zwei Löwen alsein echt königliches Geschenk voraus?) darauf kam er selbst. Ehren-

1) Oontin. UsMu. 950: Iluoäbsrtus nrolrispisoopus pro noquironännddntin snnoti Naximini inultum Intzornvit, soä äoo propitio non prns-vnluit, Otto sicherte das Stift durch eine Urk. vom 30. Ang. 953, welche PapstAgapit II bestätigte (Beyer Wttelrh. Nrkb. I, 256. 257). Desgl. Deren zuTrier am 20. Ang. 953, welches eine gefälschte Urk. dem Erzbischof Robertunterwerfen sollte (cbd. 255).

2) Vloäonräi nun. 951: Vrsäorious, Ibänldoronis spisoopi Irntsr, guichliuru UuAonis prinoipis silii äosponäsrnt, vgl. 954 : Vrsäsrious, Irntsr r^änl-dsronis opisoopi, IIuAonis prinoipis üiinnr äuoit uxoroin. In einer ttrk. Ottosvom 3. Juni 960 erscheint Adalbero nun ouin ASrmnno suo Vriäsrioo äuos alsFürbitter (Lompuot IX, 385). lieber seine Heirat s. Oiuonio. 8. üliollnsliso. 7: Ilsntrioom sororem IluAOnis mnroliionis ooniu»io sibi sooinvit;Lonstnntini V. Xäslderonis II o. I (88. IV, 659); Xidrioi Olironion 958:tres isti sororsm ünduoruut Ilsntriosm, äs c^un Vriäsrious äux UossIIn-uoruin rronuit äuosm VUsoäsrioum st Irntrsrn sin8 Tbldsronsm spiseopunr(88. XXIII. 767).

3) Vloäonräi nun. 95 l: munitionsin in loso qui äioitur Vsnis inoon-8ulto i's^s vsl rsgiun oonstrusrs ooopit, vgl. I^oidnitii Xnir imp. II, 601bis 609. Das Ollron. 8. Niobnslis L. 7 meldet: Ilio Vriäsrious proptsrIrogusntss Onmpnnorum in 4,otbnrin^inin inoursiouos in sontinio V>otlirr-rinAins st Onmpnnins onstrum exstruxit, gsuoä Unrrum gunsi vnrrnmnominnvit. Dazu schlug er ein Drittel von den Besitzungen des KlostersS. Mihiel an der Maas äissns onstrum itluä totius nvbntins tutnmsnlors. Ebenso das Lüronio. Nsäinni monnst. s. 10: Intsrsn äux Vriäsrioussuno utilitntis iusuänns nsAvoiis, onstrum ooxznomiuntum Lnirum oon-struxit in prnsäio neoolssins Vulionsis (88. IV, 91). Bar gehörte sicherzum deutschen Reiche.

Vloäonrä. 951: äuos üli prnsmisit loonss, vgl. oben S. 170;IdoäuIL Ilistorinr. I. IV e. 8 (88. VII, 68): oui (so. Ilsinrioo VrnuoorumrsZi) otinm leonsm psr^rnnäsm nmioitins Arntin misit (so. Lllounrnäus);Uuoälisl» Irng-m. III v. 33: Xtgus. Isopnräi Asmini binivsuo loonss. Der