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Kaiser Otto der Große
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Tod des Königs Hugo 947. Westfränkische Wirren.

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Von Burgund?) Berengar zeigte sich von der vortheilhaftesten Seiteund wußte alle Herzen durch Güte und Freigebigkeit zu gewinnen,so lange er das höchste Ziel noch nicht vollständig erreicht hatte.Hugo, der traurigen Rolle, zu der er verurtheilt worden, überdrüssig,zog sich 946 in der That in die Provence zurück?) wo er sich anRaimund von Aquitanien einen Beistand für die Wiedereroberunaseines Reiches werben wollte, allein ehe es zu weiteren Versuchen ge-kommen war, ereilte den König am 10. April 947 in Arles derTod. 3)

Daß er unter den schwierigsten Verhältnissen zwanzig Jahre hin-durch die Krone zu behalten und dieselbe seinem Sohne zu vererbenwußte, zeugt von seiner kecken Entschlossenheit und umsichtigen Schlau-heit, aber eine Gewaltherrschaft wie die seinige entbehrte des altge-heiligten Ansehens und wahrer Anhänglichkeit im Volke, das bei jedemWechsel sich zu verbessern glaubte. Nicht seine Fehler stürzten ihn, dieer mit den Zeitgenossen theilte, sondern der fast grundsätzliche Wankel-mut der Großen, der sich von ihm wandte, sobald sich ein geeigneterFührer des Abfalles darbot.

Ein ähnliches Verhältnis, wie es nunmehr in Italien bestandzwischen dem jungen, unerfahrenen Könige und den um ein Hauptgescharten übermächtigen Großen, hatte für das westfrünkische Reichvon Anfang an in dem Sinne Hugos von Francien gelegen, als erzur Herstellung der Karolinger mitwirkte, um unter ihnen die zweiteStelle einzunehmen. Sein Schützling Ludwig aber strebte fort undfort, sich seiner Gewalt zu entziehen und als Gegengewicht sich einePartei unter den übrigen Großen zu bilden. An diesem Gegensätzeänderte ein vorübergehender Vergleich wie der von 942 unter OttosVermittelung wenig, zumal da der deutsche Herrscher fortfuhr, hierwie in Italien die Gegner des Königthums zu begünstigen. Auchdas gemeinsame Unternehmen zur Eroberung der Normandie, aufwelches nach der Ermordung des Herzogs Wilhelm Ludwig im Bundemit Hugo sich eingelassen, sollte durch eine Erneuerung des altenZwistes bald wiederum zerfallen. Gegen Ende des Jahres 944 war

Ü Inudpw. ümt. I e. 2k, II o. 66, vgl. Vnttesobi Ouolri di 8polstop. 9695.

^nt. V o. ZI. Als die letzte von beiden Königen gemeinsam ausgestelltellrk. betrachtete Böhmer die vom 22 . Febr. 916 (Forsch, zur deutschen Gcsch.X, 316), der sich dann die bei Lebzeiten Hugos von Lothar allein erlassenenUrk. vom 19. Mai 946, 19. Januar 947 passend anschließen würden (0. 1421bis 1423). Unvereinbar damit ist aber eine Urk. beider Könige vom 24. April947 zu Corana ausgestellt (Dion. bist. xntr. Xlll, 985), denn wenn man auchannehmen wollte, daß der L-chreiber vom Tode Hugos noch nichts gewußt zuhaben brauchte, so bleibt es doch unbegreiflich, daß er 947 von neuem diekönigliche Würde beansprucht haben sollte.

2) ^.nu. Vnrl'sns. 947 (88. XI, 588): Hugo rox obiit; Xserol. Llsrss-burg. zum 16. April; Lntnlog. regum ümbroüau. (88. III, 216): Oissnbnti iguod sst deoimo dio ineusis ü.pi-sliis 6t luit in eo dis sanotumPaseo oivituto ürlendn migrnvit ab no dis Ogo rsx; Illudpr. ümt. VIo. 2: rsgo Hugono krovintiniz in partibus dsluuoto. Der fabelnde Leo vonOstia (6t>rou. inon. Onsiir. Io. 61) läßt Hugo in einem selbsterbauten KlosterMönch werden, quod 8nnotus üstrus ds Ür-Io uunouputur (88. VII, 623).